Aufruf: Leukämie – lasst euch typisieren und helft Christoph und anderen!

cams21 übertrug am Montag den 26.12.11, den Weihnachtsgottesdienst der TheologInnen gegen S21 im Mittleren Schlossgarten in Stuttgart.

Link Stream: http://bambuser.com/channel/Klangerzeuger/broadcast/2239957

Dort erfuhren wir von der Leukämie – Erkrankung von Christoph, der auch immer bei den Montagsdemos und anderen Widerstandsveranstaltungen im Tontechnikteam dabei ist bzw. war.
Er braucht dringend eine Stammzellenspende = Knochenmarkspende, um von seiner schweren Erkrankung geheilt zu werden.
Die TheologInnen gegen S21 haben beim heutigen oben genannten Gottesdienst hierzu aufgerufen. Wir möchten uns solidarisch erklären und helfen sehr gerne mit bei der hoffentlich erfolgreichen Suche nach einem passenden Spender.

Die Typisierung als DKMS Mitglied bzw. Spender erfolgt über eine einfache Speichelentnahme im Mundraum mittels eines sterilen Watteträgers, der dann an die DKMS eingesandt wird. Voraussetzung der Lebensspender ist, dass man zwischen 18 – 55 Jahre alt und bei guter Gesundheit ist.
Anschließend ist man als Spender bei der DKMS registriert und kommt eventuell für Christoph in Frage. Von ihm liegen die Gewebemerkmale vor. Sollten die Gewebemerkmale mit einem neu gewonnenen Spender übereinstimmen, bekommt dieser Rückmeldung von DKMS. Da aber bisher weit über 4000 Gewebemerkmale (HLA-Merkmale) bekannt sind, die übereinstimmen müssen, ist es schwierig, einen geeigneten Spender zu finden. Es ist nicht möglich, sich NUR für Christoph zu registrieren, und es kann auch passieren, dass man jemand anderem, z.B. einem Kind, das Leben neu schenken kann.

Die Stammzellen im menschlichen Körper befinden sich im Knochenmark, nicht im Rückenmark. Es gibt zur Spende zwei Arten der Entnahme:
Die eine, die periphere Stammzellenentnahme, die in 80% der Fälle angewandt wird, ist die sogenannte Leukopherese, wird über die Venen abgenommen. Hierzu wird dem Spender über 5 Tage ein körpereigener hormonähnlicher Stoff, der sogenannte Wachstumsfaktor G-CSF, gespritzt, damit die Stammzellen vermehrt im fließenden Blut vorhanden sind. Das Blut wird dann über eine Vene am Arm abgenommen, der Stoff herausgefiltert und über eine Vene auf der anderen Körperseite wird das Blut wieder in den menschlichen Blutkreislauf gegeben.
Die DKMS wendet dieses Verfahren seit vielen Jahren erfolgreich an. Es sind kaum Nebenwirkungen zu erwarten, außer grippeähnlichen Symptomen, die man für eine lebensrettende Spende sicherlich gerne in Kauf nimmt.

Die zweite Entnahme erfolgt über das Knochenmark direkt. Hierzu bleibt der Spender zwei bis drei Tage im Krankenhaus. Das Knochenmark wird unter Vollnarkose aus dem Beckenkamm entnommen, man benötigt ca. 5% Menge. Das entnommene Knochenmark wird dem Empfänger ähnlich einer Infusion zugeführt. Das Knochenmark des Spenders regeneriert sich innerhalb von ca. zwei Wochen vollständig.
Ein lokaler Wundschmerz kann sich über ein paar Tage nach der Entnahme bilden. Außerdem besteht das übliche Narkoserisiko, über das man vor der Narkose selbstverständlich aufgeklärt wird.

Welche Art der Spende gemacht wird, wird anhand der Belange des Patienten entschieden, und es wird nach Möglichkeit auf den Spender Rücksicht genommen. Verdienstausfall und alle anderen Kosten werden von den Krankenkassen des Spenders übernommen !!!

Wir hoffen nun, dass sich viele Neuspender finden, die bereit sind, sich bei der DKMS zu registrieren, und die damit einem unserer fleißigen Widerstandskämpfer helfen, wieder gesund zu werden !!! Um die Spenden auch weiterhin erfolgreich finanzieren zu können, sammelt die DKMS Spenden, da jede Typisierung ca. 50 Euro kostet. Wer kann, sollte spenden !!! Es ist für einen guten Zweck !!!

Weitere Infos findet ihr auf den Seiten der DKMS auf www.dkms.de .