Erörterungsverfahren GWM – Auswirkungen einer Bauzeitverlängerung

Am 17.07.2013 hat der BUND in einer Pressemitteilung zum abgebrochenen Eröterungsverfahren – 7. Planänderung Grundwassermanipulation: drastische Erhöung der abzupumpenden Grundwassermenge – folgende, wichtige Aussage der Vorhabensträgerin (Deutsche Bahn AG) zur geplanten Grundwasserentnahme nochmal aufgegriffen und bewertet.

Zitat: „Kurz vor Beendigung der Erörterung räumte der für das Grundwassermanagement verantwortliche Bahnvertreter Diplom-Ingenieur Gerrit Enge ein, dass es bei einer Verlängerung der Bauzeit von Stuttgart 21 kein Szenario gibt, ob dann die beantragten Abpumpmengen von 6,8 Millionen Kubikmeter Grundwasser ausreichen. Auf mehrmaliges Nachfragen, in wie weit man selbst bei einer geringfügigen Bauzeitenverlängerung um ein halbes Jahr ohne neue Genehmigungsverfahren auskomme, wich der Bahnvertreter Enge mit der immer gleichen Antwort aus, dass die Bauherrin DB von keiner Bauzeitverlängerung ausgehe.“

cams21 liegt zu dieser Aussage das Wortprotokoll vor. Im Folgenden können Sie die Konversation zwischen dem Einwender (unbekannt) und dem Banhvertreter, Diplom-Ingenieur Gerrit Enge, nachlesen.

cams21 Artikel zum Erörterungsverfahren mit Twitterprotokoll

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Versammlungsleiter schägt vor, jetzt nach dem Vortrag von Enge direkt in die Mittagspause zu gehen und die Fragen anschließend zu beantworten. Ein Einwender meldet sich dazwischen

EINWENDER: Dürfte ich noch eine Frage stellen. Es wird auch ganz schnell werden…. weil ich nicht mehr nach der Mittagspause kann…

HENRICHSMEYER: jetzt schnell

EINWENDER: Hxxxx Einwender. Hier im Raum gibts kaum jemand, wenn überhaupt jemand, der dran galubt, dass die (vierze?) Bauzeit eingehalten wird. Betrifft natürlich auch für die vorgesehenen Zeiten für die Baugrube wo das (?) relevant ist. Welche, wie wird eine verlängeret Bauzeit die Menge an der Wasserentnahme beeinflussen.

ENGE: Enge für den Vorhabenträger. Also ich muss ihnen wiedersprechen, nicht alle in diesem Raum gehen davon aus dass

(Zwischenrufe, unverständlich)

ENGE: … ihre Feststellung bestätigt, damit. Also wir gehen schon davon aus, dass wir es in der Bauzeit schaffen. Theoretisch wäre es so: Eine längere Bauzeit würde eine längere Entnahme nach sich ziehen, aber davon würde ich jetzt nicht ausgehen.

EINWENDER: (Teilweise schlecht verständlich) Entschuldigen sie, ich hatte klar gefragt: wenn es eine Bauzeitverlängerung gibt, wie verändern sich der Gesamtmenge an Wasserentnahme.

ENGE: Enge für den Vorhabenträger. Also das ist jetzt spekulativ, weil wir nicht wissen in welchen Bereichen sich der Bau verzögert. Ich kann ihnen da jetzt keine Auskunft geben.

EINWENDER: ok, machen sie bitte einfach Annahmen. Bei einer Verlängerung der Bauzeit um 6 Monate, bei einer Verlängerung der Bauzeit um 1 Jahr. Welche Veränderungen ergibt des auf die Wassermenge

HENRICHSMEYER: Das ist nicht Gegenstand der Erört …äh… (Zwischenrufe)
HENRICHSMEYER: Ein mengemmäßiges, eine Mengenmäßige Beschränkung drin und wir haben eine zeitliche Beschgränkung drin. Sie fragen außerhalb der Veränderungsanträge

(lautstarke Unmutsbekundungen)

EINWENDER: …sprechen wir unsere Sorgen und Bedenken an. Und des ist ein wesentlicher Punkt.

(Zwischenrufe, DB sagt nichts)

EINWENDER: Danke für das nichts sagen, das ist auch sehr Aussagekräftig.

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air/20.07.2013