Gemeinderat, öffentliche Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik, 14.05.2013. Zusammenfassung TOP 7 und 7a

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A) Gleisvorfeld

Geplante Ausführungen im Gleisvorfeld vom 26.05 bis 01.11.2013

  • Versetzung der Prellböcke um 120 m nach hinten in Richtung Gleisvorfeld

  • Erstellung des Querbahnsteigs, Inbetriebnahme vorgesehen für 22.10.2013

  • Maßnahmen zum Umbau des Hallendachs

  • Einbau von Witterungsschutz

  • Kampfmittelsondierung

I) Auswirkungen der Maßnahmen auf den Fern- und Regionalverkehr

  • Sperrung von maximal 2 Gleisen gleichzeitig

  • Gleis 9 und 10 können nicht gleichzeitig gesperrt werden

  • Gleis 8 ab September 2013 wieder voll nutzbar

26.05 bis 15.07.2013 und 14.08 bis 22.10.2013

Gleis- und Bahnsteigverlegungen einzelner Züge

somit „leicht veränderte Umsteigebeziehungen“

Diese Maßnahme ist laut Bahn relativ unkritisch weil Stuttgart Start- und Zielbahnhof ist, und die meisten Reisenden morgens nach Stuttgart wollen und abends wieder raus

15.07. bis 14.08.2013

Zugausfälle, Umleitungen, Gleis- und Bahnsteigverlegungen

          • RE 19521 Karlsruhe-Stuttgart HBF: endet in Ludwigsburg

          • RE 19536 Karlsruhe-Stuttgart HBF: endet in Ludwigsburg

          • IC 181 Frankfurt-Zürich: Ersatzhalt in Vaihingen/Enz

          • IC 2017 Hannover-München: Ersatzhalt in Vaihingen/Enz

alle anderen Züge fahren. Wird behauptet.

22.10. bis 01.11.2013

keine spürbaren Auswirkungen

Total wichtiger Hinweis: am Tag der Deutschen Einheit wird zur Feier des Tages nicht gebaut

geplante Bauausführung auf der Brache parallel zu den Arbeiten im Gleisvorfeld

  • Kampfmittelsondierung

  • Bau des Brachenstegs

II) Erstellung des Querbahnsteigs, vorgesehene Inbetriebnahme 22.10.2013

Im Bonatzbau

Mai bis Juli 2013:

  • diverse Gleissperrungen wegen Versetzung der Prellböcke oder Stützungen des Dachs.

Die gleichzeitige Sperrung von abschnittsweisen je 2 Gleise für den Prellbockunterbau führen laut Bahn zwar zu Zugverlegungen aber zu keinerlei Ausfällen.

Oktober 2013:

  • die beiden Ausgänge werden hergestellt, einer führt zu LBBW und der andere zum noch herzustellenden Steg auf die Brache.

Die neuen Wege werden selbstverständlich beschildert, ob mit oder ohne Maulwurf wurde nicht erwähnt.

Anfang 2014:

  • man versucht den Nordeingang als barrierefreien Zugang wieder zu öffnen,

  • die Rolltreppe zur S-Bahn an Gleis 2/3 fällt weg

  • die Tröge im Bahnhof werden aufgerissen.

Entlang der Brache 2013/14: Bau der Rampen

Anfang 2014:

  • verschiedene Rampen führen über die Brache, die der Bahn-Beauftragte immer noch „Mittlerer Schlossgarten“ nennt.

  • der Anschluss an die Brache ist barrierefrei, überdacht und wetterfest

„Diese Planungen liegen soweit dann auch vor“

III) Auswirkungen auf den Bahnhofsbetrieb

  • geschultes Personal steht zur Verfügung, sogenannte « Reiselenker »

  • Es gibt Schilder

zur Präsentation der Bahn geht es hier: http://www.bahnprojekt-stuttgart-ulm.de/mediathek/detail/download/baumassnahmen-im-gleisvorfeld-des-stuttgarter-hauptbahnhofs/mediaParameter/download/Medium/

Kritische Stimmen und Rückfragen:

  • Es handelt sich nach wie vor um ein unwirtschaftliches Projekt und den Rückbau eines funktionierenden Bahnhofs.

  • Das seit einem 3/4 Jahr entfernte Glas des Bahnhofsdachs, das noch vor Weihnachten mit einem anderen Material ersetzt werden sollte, wurde noch nicht eingesetzt.

  • Die blauen Rohre sind in der Form wie sie momentan nicht verlegt werden noch nicht genehmigt.

  • Die Arbeitsgruppe zur Sicherheit und Selbstrettung in den Tunnels hat noch keine Rückmeldung gegeben.

  • Das Brandschutzkonzept ist immer noch unklar.

  • Das unabhängige Geotechnische Gutachten fürs Kernerviertel steht nach wie vor aus

Antworten vom Dietrich

  • Wegen dem Brandschutz sei die Bahn in finalen Abstimmungsgesprächen und will den aktuellen Stand noch vor der Sommerpause präsentieren.

  • Für die 7. Planänderung gibt es noch keinen Erörterungstermin.

Laut EBA sind die momentan verlegten GWM-Rohre planfeststellungsmäßg gesichert, insofern sei dieses « Gerücht » aus der Welt.

  • Das Geotechnische Gutachten sei schon im Netz (Dietrich meint die Stellungnahme, die die Baufirmen sich selbst verfasst haben).

Die Bahn abschließend:

„Wir wissen was da auf uns zukommt. Wir sind aber gut darauf vorbereitet.“

„Ich glaube alle, die hier im Raum sitzen, sind sich in einem einig: dass der Stuttgarter Hauptbahnhof modernisiert werden muss. Egal in welcher Form.“

B) Wolframstraße:

  • Bis 2019 bleibt die Wolframstraße unangetastet

  • Der s21-Ringschluss-Tunnel wird 2,50m aus der Straße herausragen

  • März 2018: Baulogistikstraße wird außer Betrieb genommen, Abbruch Brücke über der Wolframstraße

  • April-Juni 2019: Bau von provisorischen Rampen bzw. Umleitungen fürs Wolframtunnel

  • Endsituation der Wolframstraße erst nach Abbruch der Brücken und Rückbau des Gleisvorfelds

  • Wolframstraße soll im Endzustand als Boulevard ausgebaut werden

C) Brandschutz:

In den unterirdischen S-Bahn und Stadtbahnhaltestellen

Das Thema « Brandschutz » wurde auf Wunsch von Doktor Stübel (FDP) auf die Agenda gesetzt. Dieser begründet seinen Antrag wie folgt:

  1. da der Fernsehturm plötzlich geschlossen wurde, hatte man Sorge, dass die S-Bahn wegen den Brandschutzmaßnahmen ebenfalls kurzfristig geschlossen wird

  2. weil BER wegen den Brandschutzmaßnahmen überhaupt nicht mehr fertig wird

  3. weil man den « Verdacht » hatte, « dass manche Brandschutzmaßnahmen vielleicht auch übertrieben sind »

  4. es gabe eine gewisse Unsicherheit « was ist am Brandschutz zu viel, was ist am Brandschutz zu wenig »

  5. zur Aufforderung an die Feuerwehr, damit diese nicht auf die Idee kommt, den Leuten noch ein bisschen was aufzudrücken damit da noch « ein bisschen Kosten entstehen »

Brandschutztechnische Modernisierung bei den S-Bahn Stationen

abgeschlossen seit 2010:

  • Erneuerung und Nachrüstung von Brandschutztüren

  • Schließen von Wand- und Deckendurchbrüchen

  • hinterleuchtete Rettungswegkennzeichen (Notausgangschilder)

  • Reorganisation von Kabel- und Leistungswegen inkl. Schottungen

  • Bereitstellung zusätzlicher Löschmittel (Feuerlöscher)

weitere noch zu vollziehende Maßnahmen werden bis 2015 fertiggestellt:

  • Bau von Treppeneinhausungen

    (in Stuttgart-Tief, damit man den Rolltreppen-Zugang von Gleis 2/3 oben schließen kann)

  • Neubau von Brandmeldeanlagen

  • Bau von Sprechalamierungsanlagen (Ansagen, die Station zu verlassen)

  • Bau von maschinellen Entrauchungsanlagen

  • Demontage der rauchdichten Abhangsdecken

  • Bau von neuer Allgemein- und Sicherheitsbeleuchtung

Die S-Bahn Haltestelle Feuersee ist bereits fertig

Die S-Bahn Station Stuttgart Hauptbahnhof ist bis auf die Entrauchungsanlage fertig gestellt. Diese kommt wegen S21 erst später, vermutlich 2018.

Brandschutztechnische Modernisierung bei der Stadtbahn

Die Stadtbahnhaltestellen sind in die Jahre gekommen, aber brandschutztechnisch sicher. Bis 2009 wurde auf Bundesebene eine Brandschutzrichtlinie erarbeitet. Diese ist noch nicht offiziell. Parallel dazu wurde ein eigenes vorläufiges Brandschutzkonzept der SSB in Abstimmung mit dem RP und der Feuerwehr entwickelt.

Hieraus bereits umgesetzte Maßnahmen

  • Nachrüstung von Feuerlöschleitungen

  • Wiederöffnung von Rauchabzugsschächten

  • an allen Haltestellen Brandmeldetableaus als Anlaufstelle für die Einsatzkräfte der Feuerwehr

  • auf Knopfdruck lassen sich die Löschleitungen mit Wasser befüllen, so dass verzögerungsfrei alle 50 Meter in den Haltestellen und Tunneln eine Wasser-Entnahmestelle zu Verfügung steht

Im Unterschied zur Bahn ist der SSB klar, dass die Nachrüstung des Brandschutz eine Menge Geld kostet. Sie folgt außerdem dem „Grundsatz, der etwas abweicht von der Bahn: „Es soll keine Verschlechterung des heutigen Zustands geben“. Die Nachrüstung von Brandschutztüren (siehe Bahn) schottet Bahnsteige zu den Ausgängen ab und bedeutet im Brandfall eine Gefährdung von Menschen an der Haltestelle.

Die Entfluchtung der unterirdischen Haltestellen ist laut Gutachten nicht an allen Haltestellen gegeben. Zu den nicht geöffneten Haltestellen gehören: Killesberg, Stadtbibliothek, Maybachstraße, Österreichischer Platz, Neckartor, HBF, Friedrichsbau, Börse, Schlossplatz, Rathaus und Rotebühlplatz, Charlottenplatz, Marienplatz und Degerloch. Die Gutachten ergaben, dass eine Entfluchtung vor der Verrauchung nicht überall gegeben ist. Hier werden Maßnahmen bis 2019 umgesetzt.

Die Gesamtaufzeichnung ist Hier zu finden:

16.05.13 dani/hdm