Hilfsprojekt Skateistan bietet Perspektive: Funken von Hoffnung mitten im Krieg

Berlin, 09.06.12

Am 9. Juni 2012 wurde im Rahmen einer gleichnamigen Ausstellung im Deutschen Architektur Zentrum (DAZ) in Berlin das Buch „Skateistan – The Tale of Skateboarding in Afghanistan“ vorgestellt.

Was ist Skateistan?

Über die Grenzen von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit und sozialer Schicht hinweg, bringt Skateistan seit 2007 Mädchen und Jungen in Kabul, Afghanistan, das Skateboarden nahe.

Neben Unterricht auf den Boards erhalten die Kinder auch Lehrangebote, die sie an den Besuch regulärer Schulen heranführen sollen. In einer von Tradition bestimmten und vom Krieg gezeichneten Gesellschaft, die wenig Raum fü̈r freie Entwicklung lässt, bietet Skateistan jungen Menschen eine neue Perspektive. Eine Stunde Skaten, eine Stunde Schule. Heranwachsende sollen wieder Vertrauen fassen in ihre Fähigkeiten.

Die Eröffnung des landesweit ersten Indoor-Skateparks 2009 war ein Höhepunkt des Projekts und brachte Skateistan weltweit mediale und politische Aufmerksamkeit.

cams21 hat die Buchvorstellung am 9. Juni 2012 besucht. Eingangs begrüßte Projektgründer Oliver Percovich das Publikum, anschließend gab es eine Podiumsdiskussion, in der Projektbeteiligte über ihre Arbeit und über die Situation der Menschen im kriegsgeschüttelten Afghanistan berichteten.

Percovich betonte dabei die große Freundlichkeit der Afghani. Angesichts der allgegenwärtigen Kriegssituation im Land beeindruckt ihn bis heute die ungebrochene Zuversicht der Menschen, ihr Humor und ihre Herzlichkeit.


Für alle, die gleich das Buch bestellen wollen und/oder einfach noch mehr wissen möchten über dieses spannende Projekt, gibt es hier noch weitere links dazu, darunter auch eine sehr hörenswerte Radioreportage (mp3) über Skateistan.

http://skateistan.org/book/

http://de.skateistan.org/2012/05/skateistan-buch-kommt-am-9-juni

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradi…40_c734c7f1.mp