Kommentar zur Neugestaltung des Stuttgarter Stadtgartens

unipark

Strategisch geschickt fiel der Info-Termin zur Neu- « Gestaltung » des Uni-Parks auf den ersten Tag der Baumfällungen im Rosensteinpark. Wie die StZ im Juni berichtete , geht es auch hier 83 alten Bäumen an den Kragen.

Zwar beschwichtigt Herr Schirner, Leiter des Garten-, Friedhofs- und Forstamts in einem Interview mit cams21 die Zahl « 83 », aber ob es nun 79 oder gar nur 50 alte Bäume sein werden, die der « freien Mitte » des neu gestalteten Parks im Weg stehen, bleibt offen. Doch jeder weitere Großbaum, der in hier Stuttgart fällt, ist ein riesen Verlust für Mensch und Tier.

Eine Neugestaltung à la Murmelbahn auf der Killesberg-Höhe, wie die Pläne befürchten und vermuten lassen, zeigt erneut den schrecklichen und irregeleiteten Trend, dem die Stadt Stuttgart seit geraumer Zeit hörig folgt. Die Verluste an Lebensraum und Rückzugsgebieten, vor allem aufgrund des völlig sinnentfremdeten Projekts S21, sind bereits jetzt unermesslich groß und noch nicht abgeschlossen.

Die Bilanz, der mir bekannten und spontan einfallenden Baumfällungen in Stuttgart seit 2010,

überwiegend für s21, fällt erschreckend aus:

(Killesberg: 118 Bäume nicht für S21, aber trotzdem Mist)

ZOB: ca. 30 Bäume

Mittlerer Schlossgarten: 25 + 175 Bäume gefällt, 59 kleinere medienwirksam « verpflanzt »

Rund um den Nordflügel: ca. 70 Bäume, 16 davon « verpflanzt »

Heilbronnerstraße: 37 Bäume

U12 Münster: 63 Bäume

U12 Löwentor: 221 Bäume

U12 Dürrlewang: Anzahl unbekannt

Wagenburgtunnel: 30

Untertürkheim, Neckarersatzbach: Anzahl unbekannt, Kahlschlag auf 500 Metern

Feuerbach: 150 Bäume

Rosensteinpark: 110 Bäume

Kleinere Baumgruppen sind in dieser Auflistung vernachlässigt. Gerne könnt ihr in dem Kommentarfeld unten Rodungsmaßnahmen ergänzen. Man verliert so langsam den Überblick.

Die ToDo-Liste für S21 ist noch lang. Über 190 Bäume werden noch in dieser Fällperiode im Stadtgebiet fallen.

Für den Ausbau der Stadtbahnlinie U12 in Vaihingen werden zudem in naher Zukunft im Bereich der Straße “Am Wallgraben“, Galileistraße und Wegaweg 88 Bäume gefällt, für die Rohrer Kurve wird ein Wald gerodet, und der Rosensteinpark wird ebenfalls noch weiteren, unverzeihlich großen Eingriffen ausgeliefert sein. Außerdem steht noch die Fällung der Streuobstwiese auf der Egelseer Heide an.

Mit welcher unglaublichen Arroganz die Herzilein-Beton- und Konzernsekte sich dieser Flächen bedient, macht einen fassungslos.

Abschließend noch etwas zum Nachdenken für die Betreiber des Jahrhundertprojekts und die Umplaner des Stadtgartens:

Planst du für ein Jahr, so säe Korn.

Planst du für ein Jahrtausend, so pflanze Bäume.

Kuan-tzu (300 v.Chr.)

@danintown