„Protestbewegungen des 21. Jahrhunderts – Lässt sich unser Verständnis von Freiheit und Demokratie aufrechterhalten?“

29.04.12 Stuttgarter Gespräche im Schauspielhaus Stuttgart

Thema: Bürgerbewegungen

Wir waren heute zu Gast im Schauspiel Stuttgart und konnten eine lebhafte und interessante Diskussion zwischen Hasko Weber, Fritz Kuhn und Volker Lösch verfolgen.

… das Video wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten:

Intendant Hasko Weber diskutiert mit dem Kandidaten von Bündnis 90/Die Grünen für das Stuttgarter Oberbürgermeisteramt Fritz Kuhn und dem Hausregisseur des Schauspiel Stuttgart Volker Lösch über das Thema „Protestbewegungen des 21. Jahrhunderts – Lässt sich unser Verständnis von Freiheit und Demokratie aufrechterhalten?“.

Fritz Kuhn, geboren 1955 in Bad Mergentheim, studierte Germanistik und Philosophie in Tübingen und München. Er gehörte 1980 zu den Gründungsmitgliedern der Grünen in Baden-Württemberg. Von 1991 bis 1992 war er Sprecher der Grünen im Geschäftsführenden Landesvorstand. Zwischen 1984 und 1988 sowie von 1992 bis 2000 gehörte Kuhn dem Landtag von Baden-Württemberg an und war in diesen Zeiträumen auch jeweils Vorsitzender der Landtagsfraktion. Nach der Bundestagswahl 1998 gehörte er zur Delegation der Grünen bei den Koalitionsverhandlungen mit der SPD. Von 2000 bis 2002 war Kuhn Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, zunächst gemeinsam mit Renate Künast, ab 2001 mit Claudia Roth. Seit 2002 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages, in den er stets über die Landesliste Baden-Württemberg einzog. Im Bundestag leitete er zunächst die Fraktionsarbeitsgruppe Wirtschaft und Arbeit und war anschließend von Februar bis Oktober 2005 außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen. 2005 wurde Kuhn zu den Vorsitzenden der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen gewählt. Im Februar 2012 trat er vom Amt des Stellvertretenden Vorsitzenden der grünen Bundestagsfraktion zurück, um für das Amt des Oberbürgermeisters von Stuttgart zu kandidieren. Mitte März 2012 wurde Kuhn zum Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart gewählt.

Volker Lösch ist seit der Spielzeit 2005/06 Hausregisseur und Mitglied der künstlerischen Leitung am SCHAUSPIEL STUTTGART unter der Intendanz von Hasko Weber. Er arbeitete bisher u.a. in Berlin, Bern, Bremen, Bonn, Essen, Dresden, Düsseldorf, Freiburg, Graz, Leipzig, Tübingen, Hamburg und Zürich. Seine Inszenierungen sind stets durch einen großen Bezug zum Aufführungsort gekennzeichnet. Dem Stuttgarter Publikum stellte er sich in der Spielzeit 2004/05 mit der Sternheim-Trilogie „Die Hose-Snob-1913“ und „Der Revisor“ nach Nikolaj Gogol vor. 2006 wurde er für seine Dresdner Inszenierung von „Die Weber“ nach Gerhart Hauptmann für den Deutschen Theaterpreis nominiert. Aufsehen erregte Lösch auch mit seinen Inszenierungen von Jelineks „Sportstück“ in Leipzig und 2008 mit „Marat, was ist aus unserer Revolution geworden“ nach Peter Weiss am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg, mit der er zum Theatertreffen Berlin 2009 eingeladen wurde. Im selben Jahr inszenierte er „Berlin Alexanderplatz“ nach Alfred Döblin an der Berliner Schaubühne. Es folgten „Die Räuber“ nach Schiller am Theater Bremen sowie „Hänsel und Gretel gehn Mümmelmannsberg“ am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg. Seine politisch offensive und brisante Arbeit setzte er im Dezember 2010 mit „Lulu – Die Nuttenrepublik“ (nach Frank Wedekind) an der Schaubühne Berlin fort.
Volker Lösch gehört zu den prominenten Vertretern der S21-Gegenbewegung.

Quelle: http://www.schauspiel-stuttgart.de/