Solidaritäts-Demonstration in Berlin mit japanischer Anti-AKW-Bewegung

Am Sonntag, 29. Juli 2012, demonstrierten rund 200 Menschen in Berlin und bekundeten damit ihre Solidarität mit den Menschen in Japan, die in immer größerer Zahl gegen Atomkraft auf die Straße gehen. Vor rund zwei Wochen kamen 170.000 Menschen in Tokio zusammen um gegen das Wiederanschalten der ersten zwei Reaktoren zu protestieren. Nach dem GAU von Fukushima waren alle 50 Atomkraftwerke abgeschaltet worden, übrigens ohne das es zu einer mangelnden Stromversorgung kam. Zeitgleich mit der Berliner Demonstration wurde in Japan mit einer Menschenkette das Regierungsviertel umzingelt. Die Demonstration, organisiert von Anti Atom Berlin begann am Pariser Platz, führte über den Potsdamer Platz und endete vor der japanischen Botschaft. Viele Japanerinnen und Japaner liefen mit, eine von Ihnen richtete eine Grußbotschaft an das japanische Volk. Weitere RednerInnen verurteilten das unverantwortliche Wiederhochfahren von Atomreaktoren – die bei der Stadt Oi liegenden stehen auf einer aktiven Erdbebenspalte, wie jüngst bekannt wurde. Doch auch die deutsche Politik wurde scharf kritisiert: schon gibt es wieder Stimmen, die die noch laufenden Atomkraftwerke länger betreiben wollen und gleichzeitig wird die Energiewende blockiert. Die Demonstration war immer wieder begleitet von den Rufen „Sayonara Genpatsu = Auf Wiedersehen Atomkraft“ und „Saikado hantai = Wir sind gegen die Wiederinbetriebnahme“. Zu gleicher Zeit fand eine Demonstration in Frankfurt statt, bei der ein Livestream Bilder aus Tokio zeigte.