Stuttgart 21-Stresstest, Analyse zum „Software-Fehler“

Stuttgart, 12.03.2012

16:00 Uhr Update:
Alle Folien der Pressekonferenz hier zum herunterladen (4MB)

Hier der  Livestream von cams21 der PK in voller Länge.

Am Montag, den 12.03.2012 13:30 Uhr findet im Rathaus Stuttgart eine Pressekonferenz von WikiReal.org zur Präsentation des Software-Fehlers in dem von der Bahn beim Stresstest verwendeten Simulationsprogramm „RailSys“ statt.  Heiko Frischmann und Dr. Christoph Engelhardt von der Internet-Plattform WikiReal werden dort den Software-Fehler in „RailSys“ aufzeigen und erläutern. Zudem werden Clarissa Seitz sowie RA Dr. Eisenhart von Loeper die politischen und rechtlichen Konsequenzen für das Projekt erläutern. WikiReal spricht dabei von einer Kollektiven Realitätsverweigerung.

Dazu ein Interview mit Marc Braun von WikiReal.org:

Eine realitätsfremde Modellierung des Sachverhalts ist in diesem Fall insofern kritisch, da die Ergebnisse der Simulation beim Stresstest, die auf dieser Modellierung aufbaut, massiv das öffentliche Meinungsbild bezüglich der Leistungssteigerung des neuen Bahnhofs beeinflußt haben.

cams21 wird am Montag, den 12.03.2012 ab 13:30 Uhr die Pressekonferenz als Livestream übertragen. Die Aufzeichnung finden Sie am Anfang des Artikels. Unser Livestreamportal ist unter http://cams21.de zu finden.

Sollten sich diese Ergebnisse bewahrheiten, sind die im Stresstest präsentierten Spitzenleistungen des Tiefbahnhofs nicht zu erreichen. Insofern ist auch das Ergebnis des Volksentscheids zur Abstimmung über den Ausstieg aus der Finanzierung fraglich, da die Leistung des neuen Bahnhofs im direkten Zusammenhang mit den Kosten und dem grundsätzlichen Nutzen des Projekts stehen.

Politik und Projektpartner wären gut beraten, einen Infrastrukturrückbau in Baden-Württemberg nicht tatenlos hinzunehmen. Ein Bahnhof, der weniger leistet als der jetzige, Milliarden verschluckt, enorme Risiken mit sich bringt und mit einer Baustelle, die die Stadt für etliche Jahre fest im Griff haben wird, dabei gleichzeitig andere wichtige Infrastrukturprojekte auf Eis legt, wird es schwer haben, auf breite Akzeptanz zu stossen. Kosten sollten mit Sinn und Nutzen begründet werden, nicht mit politischem Willen!