Twitter-Protokolle GWM-Erörterungsverfahren Tag 2, 10.09.2013

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Da uns heute 2 Twitterer LIVE vom Erörterungsverfahren berichtet haben, gibt es 2 Protokolle nacheinander. Man kann im direkten Vergleich sehen, wie korrekt und wortgetreu die Infos an uns übertragen werden. Da dieses Dokument doch relativ lang ist, empfehle ich zur genüsslichen Lektüre den Ausdruck des selbigen 😉

Danke an @Bahnhof201268 und @schklei für euer Engagement transparent zu machen, was Bahn-Anwalt Kirchberger aus persönlichen Gründen weder in Bild noch Ton LIVE übertragen lassen wollte.

Die LGNPCK-Highlights heute: Manipulierte oder zumindest fehlerhafte Grundwassermodelle: Unzureichende Datengrundlage und Hinweise auf Manipulation der Validierungsergebnisse, abgebrochene „Langzeitpumpversuche“, mangelnde Erörterungsreife, Mittelwasserwerte, gänzlich fehlende Messwerte, veraltete Daten und der Glaube der Bahn, dass schon alles gut gehen wird.

Aber lest selbst:

9.00 bis 10.00 Uhr

Die Herzilein–Beton-Crew wird heute vertreten von:

 gwm2 bahn

  •  Thema Wasserhaltung es spricht Gerrit Enge DB Projektmanagement
  • ENGE: alles im Griff, kennen Qualität des Wassers an jeder Stelle können überall eingreifen,

 gwm2 alles im griff (2)

  • Enge: „wir werden nicht verpressen, das Wasser folgt der Schwerkraft in den Versickerungsbrunnen“ aha
  • So schnell können die Wassermengen ja garnicht versickern – also wohl die größte Menge in die Überschußleitung Neckar / Abwasser

gwm2 erkenntnisse

  • Enge betont nochmals das keine Schadstoffe im Wasser transportiert werden

  • Enge: neue Erkenntnisse Bodendurchlässigkeiten Höhenlagen Schichtgrenzen Sulfatrelikten Kommunikation der Grundwasserleiter

  • Enge: Qualifizierung stationäres Grundwassermodell zum instationären Grundwassermodell

  • Arbeitskreis Wasserwirtschaft: LHS Stuttgart Amt für Umweltschutz Bahn und weitere haben das Grundwassermodell erstellt.

  • Erhöhung Grundwassserandrang in PFA 1.5 qering PFA 1.1 deutlich Verringerung in PFA 1.6a

  • Wasserhaltung + 36.3 %

  • Quellschüttungsrückgang < 2% d.h. < 3, 8 l/s Auswirkungen bleiben innerhalb der gesetzten Grenzwerte keine Auswirkungen

  • Erhöhung Infiltration in PFA 1.1 Verringerung in PFA 1.5 und PFA 1.6a

  • Veränderung der Grundwasserabsenkung um 0,5m gegenüber Planfeststellungsantrag

  • Anpassung GWM: zweite Anlage auf Südflügelgelände identisch wie Schloßgarten

  • Wir errichten diese Anlage auf dem Südflügelgelände um keine weiteren Flächen im Schloßgarten in Anspruch zu nehmen

  • Bestehende Grundwassermanagement Anlage im Schloßgarten geht laut Enge IN DEN NÄCHSTEN TAGEN IN BETRIEB !

  • Wir sind sicher dass es keine Rutschungen und Senkungen geben wird

  • Keine Auswirkungen auf Natur und Tiere durch erhöhte Wassermengen und Absenkungen – wir haben ja unser Umweltgutachten

10.10 bis 11.15 Uhr

  • Jetzt Fragen an Enge wegen Wasserwirtschaft

  • Penn dementiert die Meldung das unbegrenzt Wasser abgepumpt werden würde

  • Nesenbachdüker Planänderung beantragt und liegt bereits dem Eisenbahnbundesamt vor

  • Regierungspräsidium Trippen fragt wegen Nesenbachdüker-Enge und Wäschenbach DB drucksen herum, widersprüchliche Aussagen

  • TRIPPEN: Änderungen der Durchlässigkeiten führt auch bei uns zu Nachfragen und mehr Erklärungsbedarf

  • Teilnehmer spricht die wundersame Teilung der Mineralwaserschutzzone im Bereich des Hauptbahnhof an

  • Wasser in Stuttgart enthält viele Industrieschadstoffe, viel TRI und PER

  • Trippen: Wir werden der Teilung den Änderungen/Verschiebungen der Heilwasserschutzzone im Bereich der Bahnhofsbaugrube nachgehen

  • Enge dezentrales Grundwassermanagement beim Bau des Technikgebäude verwendet

  • Enge und Wäschenbach haben synchron die linke Hand im Gesicht und sind sichtlich nervös

  • Wie kommt es zu den großen Veränderungen ? Beantwortung erfolgt später

  • Abreinigung und Aufbereitung von Wasser – was ist der Unterschied ?

  • Welche Menge wird infiltriert, welche Menge geht als Überschuß in den Neckar bzw Kanalisation?

  • Nesenbachdüker Baugrube deutlich tiefer als Bahnhofsbaugrube, näher am Mineralwasser

  • Grundwassermodelle – Unterschiede Bahnmodell und Landesmodell

  • Die vorher genannten Fragen sollen nachher ausführlich beantwortet werden – da bin ich mal gespannt

  • Es folgt gleich die Präsentation des BUND

  • Enge: Beweissicherung Wasserstände seit 2001 liegen vor

  • Enge zu den unabhängigen Gutachtern: Sachverständige für Wasserwirtschaft Arge WUG Dr. Westhoff und Dr. Wenderoth

  • DB Projektbau Stuttgart Ulm Gmbh bezahlt den „unabhängigen“ Sachverständigen Arge WUG

  • Es folgt Vortrag Dr. Wenderoth Arge WUG Sachverständige Grundwasser danach Vortrag BUND – jetzt 10 min Pause

11. 40 bis 12.20 Uhr

  • Eine Mitarbeiterin eines guten Bahnkundens fragt nach warum die DB-Folien entgegen der Konzernrichtlinien weder Datum noch Foliennummern tragen

  • Enge: Absenkbereiche variieren – tiefste Absenkungen in Baugrubennähe max 0,5 bis 12,5 m im Bereich Nesenbachdüker 15,7 m

  • Durch die tiefen Absenkungen besteht Grundbruchgefahr siehe Köln

  • Enge: Grundwasser wird lfd auf absetzbare Grundwasserlasten geprüft

  • Vereisung als Bauvariante wurde geprüft ist nicht möglich wird nicht angewendet

  • Unabhängige Sachverständige bei DB Projektmanagement und Eisenbahnbundesamt nicht identisch

  • Kirchberg: jede Verdächtigung, dass Sachverständige weil von Bahn bezahlt sich beeinflussen lassen, weist er entschieden zurück

  • Dr Wittke sagt kein Grundbruch in Stuttgart möglich– er ist als Gutachter zur Ursache vom Kölner Unglück tätig

  • Druckluftvortrieb im Bereich Nesenbachdüker zur Abstützung des Vortriebs

  • RA Kirchberg „ich habe keinen Dr. Titel – bitte nehmen sie das ins Protokoll auf „

  • Wurde ein vergleichbares Grundwassermanagement wie in Stuttgart jemals schon wo umgesetzt und eingesetzt, gibt es Erfahrungen?

  • Enge: es gibt Erfahrungen, ich war im Regierungsviertel, Lehrter Bahnhof und Ubahnbau in Berlin

  • Enge: zur Geologie nichts vergleichbares …. aber in Großstädten.

  • Befangenheitsantrag gegen Mitarbeiter des Amtes für Umweltschutz der Stadt Stuttgart zum Grundwassermodell liegt vor

  • Befangenheitsantrag ist gekoppelt mit Aussetzungsantrag der Erörterungsverhandlung Trippen wir werden diese Anträge prüfen

  • Wir werden aber die Erörterung nicht aussetzen

  • Mitarbeiter des Amtes für Umweltschutz der Stadt Stuttgart: wir sind unabhängig und sehen keinen Grund der Befangenheit

  • Kübahrt Ingenieure22 : Erkundung hätte vor Planfeststellung erfolgen können Enge wiegelt ab

  • LATERNSER: Daten waren 2003 vollständig vorhanden ENGE: das sind schwere Vorwürfe die sie erheben, bin nicht einverstanden

  • LATERNSER: schlampige Arbeit seitens der Bahn Enge weist dies zurück

  • LATERNSER: ist stationäres Grundwassermodell damals für Genehmigung zugrundegelegt geeignet?

  • Enge: ja ist geeignet und mit Instationären Grundwassermodell ergänzt

  • LATERNSER: ungeeignetes stationäres Grundwassermodell führte vorzeitig zur Genehmigung

  • Enges Aussage stationäres Modell war für DIE DAMALIGE PLANUNGSTIEFE ausreichend wird hinterfragt RA Kirchberg verbietet Enge zu antworten

  • Bahnanwalt Kirchberg verbietet Enge zu antworten, ist laut und aggressiv antwortet selber ist arrogant und überheblich

  • Kirchberg will vom Thema weg – soll mit Tagesordnung fortgefahren werden

  • Offensichtlich wunden Punkt getroffen: das zur Genehmigung vorgelegte stationäre Grundwassermodell RA Kirchberg ist ausser sich

  • Kirchberg: Enge hat mich gebeten zu antworten – Herr Enge ist erst seit kurzem bei der DB Projektbau

12.20 bis 13.15 Uhr

  • Jetzt Vortrag Dr. Westhoff Arge WUG

  • Westhoff: alle Untersuchungen die dem PFA zurundeliegen wurden im Arbeitskreis Wasserwirtschaft, den zuständigen Ämtern besprochen

  • Westhoff: alle Erkundungen unterliegen dem Regelwerk und sind gültig

  • Dr Westhoff Arge WUG ( Wasser Umwelt Geotechnik )

  • 500 Bohrungen im 1-4 Erkundungsprogramm, über 1000 Bohrungen im 5 Erkundungsprogramm Brunnenbohrprogramm 2008/2009

  • Bohrungen haben ergeben das ein stationäres Grundwassermodell erforderlich ist

  • Maßgebend Prof Uffrecht vom Amt für Umweltschutz der Stadt Stuttgart für das stationäre Grundwassermodell

  • Es stellte sich heraus, dass ein instationäres Grundwassermodell erforderlich ist Modellaufbau war 2000 abgeschlossen

  • Erkenntnisse nach 2000 sind in dieses Modell nicht mehr eingeflossen

  • Jetzt Dr. WENDEROTH von Arge WUG zu den Grundwasserströmen

  • Grundwassermodell: Abbildung geologischer Untergrund als räumliches Modell mit Einflussgrößen wie Flüsse Kanäle Quellen Brunnen

  • Zuweisung schichtbezogene Eigenschaften Durchlässigkeit

  • Stationär: Bilanzgrößen sind konstant, instationär: Bilanzgrößen ändern sich über die Zeit Bilanzgrößen: Zufluss Abfluss Neubildung usw

  • Prognoserechnungen im stationären Modell wurde angeblich instationär gerechnet sagt Wenderoth

  • Westhoff: Grundwassermessstellen flächendeckend über das Mineralwasergebiet verteilt

  • Wenderoth: Bahnmodell Finite Elementeprogramm (Software) Unterschied zum Landesmodell – Prüffähigkeit bei selben Daten

  • Hoffmann Amt für Umweltschutz Stadt Stuttgart: schwierige Untergrundverhältnisse, deswegen Landesgutachter beauftragt

  • Hoffmann Landesamt Geologie Bergbau und Landesamt Umweltschutz haben die Ergebnisse aus Erkundungsbohrungen geprüft

  • Hoffmann: Pläne der Bahn wurden nicht einfach abgenickt Bahn nicht über Auflagen erfreut

  • Trippen: beide Modelle haben gleiche Eingangsdaten neue Erkenntnisse durch Bohrungen über Bodendurchlässigkeiten

  • Trippen Wo sind die Unterschiede / Prüfungsmöglichkeiten der beiden Modelle bei identischen Datenmaterial?

  • Jetzt Pause und Essen

gwm2 pause

14.00 bis 16.00 Uhr

  • Lueger Abweichungen zwischen 29 und 51 Prozent bei den Grenzüberschreitungen Eichungsergebnisse Modell Arge WUG

  • Lueger WUG Langzeitpumpversuch auf Basis des stationären Strömungsmodell anstatt instationär Wasserspiegel nicht verglichen

  • Lueger Förderbrunnen gemessene und berechnete Absenkungsbeträge Abweichungen über 100 %

  • Wäschenbach und Enge sitzen beide mit Händen vor dem Gesicht da sehr betroffener Eindruck

  • Lueger: „anscheinend hat der Brunnen schon gewusst das der Wasserspiegel wieder steigen wird „Arge WUG Manipulation .

  • Penn hat soeben die Veranstaltung verlassen 14:52

  • Lueger: Pumpversuch wurde vorzeitig abgebrochen – 5 Tage Quellschüttungen nicht auswertbar Qualität Pumpversuch zweifelhaft

  • LUEGER Modell bildet Realität nicht ab unzuverlässige Prognose

  • Lueger Grundwassermodell Arge WUG ist unbrauchbar und kann nicht verwendet werden

  • Lueger Prüfmodell Kobus und Partner entspricht nicht Stand der Technik nicht nachvollziehbar überprüfbar Dokumentationsfehler

  • Lueger Prüfmodell Kobus und Partner Datengrundlage unzureichend Modell ist unbrauchbar, auch hier Pseudowerte und Schönungen

  • Lueger Modell Kobus unüberprüfbare metaphysische Fiktionen Leakagekoeffizienten zur Durchlässigkeit des Gesteins

  • Lueger Kobus Modell geologische Störungen nicht nachgebildet tatsachenwidrige Darstellungen wichtige Daten fehlen

  • Lueger Modell Kobus Zahlenmystik anstatt Fakten Grundwasserkommunikation Neckar Feuerbach fehlt

  • Lueger zerpflückt die Grundwassermodelle von Arge WUG und Kobus und Partner: frisiert, geschönt, realitätsfern,

  • Lueger „Langzeitpumpversuch“ unbrauchbar da auf der Basis von 14 Jahre alten Daten interpretiert, Absenkungen zu gering berechnet

  • Lueger 17 % der Messstellen Überschreitungen der zulässigen Abweichungswerte Ergebnisse zu Quellschüttungen fehlen

  • Fazit: Die Grundwassermodelle der Arge WUG und Kobus und Partner sind manipuliert und entsprechen nicht der Realität !

  • Anwalt Kirchberg gähnt mit weit geöffneten Mund ohne Hand davor … Wäschenbach und Enge schauen nicht mehr fröhlich

  • Lueger: beide Grundwassermodelle nicht nachvollziehbar und nicht überprüfbar Vorhersagen nicht belastbar markante Unterschiede

  • Lueger: beide Grundwassermodelle sind unbrauchbar und müssen verworfen werden können nicht für das Grundwassermanagement zugrundegelegt werden

  • Aussagen zur Hangrutschung und Gebäudestabilität nicht zutreffend Grundwassermanagement falsch geplant

  • Tosender Applaus für Lueger, Baustopp jetzt Rufe

  • Penn ist wieder da

  • Trippen jetzt sehr emotional jetzt sofort Stellungnahme EBA und Stadt Stuttgart von Publikum gefordert

  • RA Kirchberg „wir sind von diesem Vortrag überrascht worden und wollen fair behandelt werden“

  • Morlok BUND widerspricht RA Kirchberg: nix mit Überraschung – alle Fakten des Gutachtens Dr. Lueger sind im Einwendungschreiben BUND

  • Alle Fakten Gutachten Dr Lueger wurden mit Einwendungschreiben des BUND der Bahn mitgeteilt – nix mit Überraschung RA Kirchberg

  • Bahn will alles haben aber rückt keine Informationen raus

  • Unterbrechung Erörterung 10 Minuten Antrag Clarissa Seitz BUND -; Trippen willigt ein BUND will weiteres Vorgehen abstimmen

16.25 bis 20.10 Uhr

  • Wenderoth erklärt anhand Bauschritt 7 SSB Haltestelle Staatsgalerie und Tunneltrog Bahnhof

  • Es geht weiter Dr. Deimel bezüglich DB Projektbau wg Einsicht Unterlagen bei Hr Schönbeck: Unterlagen nur handschriftliche Notizen

  • Dr Deimel: auch bei Herrn Enge Unterlagen einsehen und scannen Aber es darf nichts an die Öffentlichkeit gegeben werden

  • PFEIFER BUND FORDERT VOLLEN ZUGANG ZU ALLEN UNTERLAGEN DER BAHN – ZUSAGE JETZT GEFORDERT

  • RA Kirchberg wird wieder laut und aggressiv – beruft sich auf Geschäftsgeheimnisse

  • RA Kirchberg will jetzt nicht mehr Stellung zum Gutachten von Dr. Lueger nehmen – basta

  • RA Kirchberg will das Protokoll der Erörterungsverhandlung abwarten und dann schriftlich Stellung nehmen

  • RA Kirchberg windet sich … will sich rausreden

  • Bahn muss Nachweis erbringen das ihr Grundwassermodell richtig ist – wenn sie das nicht kann …

  • Jetzt doch Livestellungnahme der Bahn zu Gutachten Dr. Lueger

  • Jetzt Stellungnahme der Bahn durch Dr. Westhoff Arge WUG:

  • WESTHOFF Klingenberg Zitat kann ich nach wie vor unterstützen … Gelächter

  • Westhoff zur Aussage von Bürgermeister Hahn möchte ich nichts sagen

  • Westhoff: Modell entspricht dem Stand der Technik

  • Wenderoth: Sensitivitämtsanalyse sei nicht angezeigt da umfangreiche Datenlage

  • Wenderoth wehrt sich gegen Vorwurf der grundlegenden mathematisch-geometrischen Fehler

  • Wenderoth belehrt Dr. Lueger bezüglich Knoten bei 3D-Modellen

  • Lueger zu Wenderoth: sie wissen nicht was passiert

  • Wenderoth Sie bekommen ein schönes Bild von mir

  • Bahn pickt sich raus auf welche Folien sie antworten will. Penn platzt der Kragen will jetzt wieder nicht, nur schriftlich

  • Wenderoth macht weiter

  • Wenderoth: ich kann zu diesem Punkt nichts mehr erklären

  • Trippen besteht auf einen höheren Detailierungsgrad seitens der Bahn bei den Stellungnahmen von Wenderoth

  • Wenderoth: wir haben keine empirischen Daten zu Bodendurchlässigkeiten

  • Lueger wirft Wenderoth rückwirkende Datenveränderungen vor

  • Lueger der Langzeitpumpversuch kann keine Validierung sein wenn er nachträglich einbezogen wird

  • Lueger Sie haben keine tatsächlichen Daten

  • Wenderoth bezieht seine Erkenntnisse auf den Langzeitpumpversuch aus dem Jahre 2010 und auf 2 Pumpversuche aus 1996

  • Wenderoth: es gibt keine Möglichkeit zu empirischen Durchlässigkeitswerten zu kommenLueger widerspricht: Deponietechnik hat dies

  • RA Kirchberg: will wieder die Unterlagen von Dr. Lueger haben sonst würde er einen schriftlichen Fragenkatalog erstellen

  • KIRCHBERG stellt sich dumm – was wollen Sie von mir

  • Kirchberg unterstellt Trippen irrsinniges Anliegen

  • Trippen bohrt – Kirchberg lenkt ein – jetzt doch Stellungnahme vor Ort ?

  • ENGE hat Zeichnung mit 3D-Körper bezüglich Frage Knoten Punkte Elemente

  • Durchflussmengen Neckar – Stellungnahme durch Dr. Westhoff Arge WUG: der Neckar ist immer gleich hoch

  • Westhoff Neckar ab und zu ein kleines Hochwasser das nach ein paar Stunden wieder weg ist

  • Wenderoth ja ich kann bestätigen das es zu Überschreitungen der Abweichungsgrenzwerte kommt

  • Lueger Herr Wenderoth wir benötigen sehr dringend ihre Unterlagen

  • Westhoff Arge WUG alles was länger als 24 Stunden andauert ist ein Langzeitpumpversuch

  • Westhoff: wir haben alles richtig gemacht und verwendbare Werte erreicht beim Pumpversuch

  • Umweltamtvertreter: 5 Tage sind ausreichend, können wir mit einem klaren JA beantworten

  • Prof Wolf Amt für Umweltschutz Stadt Stuttgart ist der Meinung der Pumpversuch ist ausreichend

  • Prof Wolf Amt für Umweltschutz alles ausreichend erkennbar

  • Westhoff alles ist richtig keine Fehler

  • Morlok BUND zum Pumpversuch Berger Quellen Luftdruckkorrektur führt zu starken Abweichungen

  • Morlok ihre Prognose macht andere Aussagen als ihre Kurve darstellt also Messwerte oder Prognose falsch = 25% Fehler

  • WENDEROTH relativiert wieder – alles sei in Ordnung – Wäschenbach grinst vor sich hin

  • Große Lücken zwischen den berechneten Prognosewerten und Messwerten werden von Westhoff bestätigt , man habe Mittelwert verwendet

  • Morlok zu Westhoff: nicht linear verhaltende Systeme deswegen Mittelwasserwerte nicht verwendbar

  • Lueger Prognose und Messwerte stimmen nicht überein Pumpversuch nicht auswertbar, es fehlen Messwerte

  • Lueger ein solcher Pumpversuch ist nicht auswertbar !

  • Westhoff „Ich lass mir von niemanden reinreden wie ich mein Gutachten zu schreiben habe, ich türke keine Guthaben“

  • Westhoff „Sie werden keinen Sachverständigen finden der ein Gutachten für ein Projekt türken würde“ Gelächter im Saal

  • Wenderoth wir haben uns auf Mittelwasserwerte verständigt da der Absolutwert keine Rolle spielt

  • Westhoff wir bringen gerade das Modell für Bauphase 1 auf den aktuellen Datenstand

  • Lueger lauter Schwankungen beim Pumpversuch die von niemanden erklärt werden (können)

  • Lueger Warum verteidigt man mit aller Gewalt einen Versuch der von vorne bis hinten schiefgegangen ist und alte Daten hat

  • Lueger obwohl man aktuelle Daten hat, warum kein aktueller Pumpversuch?

  • Lueger Aussagkraft dieses Pumpversuches gleich null

  • Westhoff „wir sagen weiter der Pumpversuch ist prima alles ist in Ordnung“

  • Frau von Eicken vom Eisenbahnbundesamt ist übrigens auch heute anwesend – sie kann also nicht sagen sie habe von nichts gewusst

  • Westhoff was uns nicht bekannt ist, können wir im Modell auch nicht umsetzen – aber wir glauben an unser Modell und sind von ihm überzeugt

  • DEIMEL Herrn Westhoff sind die Gründe nicht bekannt sind nur Vermutungen

  • Westhoff: wir werden es nie schaffen ein Modell zu betreiben wo alles drin ist – nicht in solchen geologischen Schichten wie hier in Stuttgart

  • Westhoff Stuttgarter Geologie kann nicht umfassend abgebildet werden da das System zu kompliziert ist aber ist prognosefähig

  • Westhoff „Ich bin selbst gespannt wie gut unser Modell ist und wie unsere Prognose eintrifft“

  • Westhoff wir sind aussen vor da muss die Stadt schauen wenn da etwas ist was wir nicht beeinflussen können

  • Schusterzitat: wenn Heilquellen nicht hundertprozentig sicher dann ist das das KO-Kriterium für das Projekt !

  • Bei doppelter Grundwassermenge müssten auch genauere Prüfungen vorgenommen werden = mehr Bohrungen erforderlich

  • Wenderoth ich weiss nicht warum keine Folie mit aktuellen Werten vorliegt

  • Bahn soll bis morgen aktuelle Werte vorlegen – weigert sich

  • Westhoff ich hab die Korrekturen nicht selbst gemacht Wenderoth bestätigt dies – vl kann die Stadt was dazu sagen?

  • Westhoff wir haben das nicht gemacht …

  • Bühler will das Thema Wasser und Geologie jetzt beenden ! 19:06

  • Poguntke: ein Professor würde seinem Studenten eine solch schlampige Arbeit um die Ohren schlagen nicht genehmigungsfähig

  • Hier sitzt ein gewisser Klüngel der Großprojekte durchziehen will und Fachleute beizieht die dem Projekt dienlich sind – Vorwurf aus dem Publikum

  • Westhoff: ich verbitte mir solche Anschuldigungen Kirchherg: wir müssen uns nicht alles gefallen lassen

  • Von diesem Langzeitpumpversuch über 5 Tage hängt alles ab – Röder Netzwerk Killesberg

  • Röder Netzwerk Killesberg: Bahn wälzt Verantwortung auf die Bauunternehmen ab

  • Penn diskutiert mit Kirchberg 19:21

  • Wie haben Sie geprüft das sich die Realität so verhält wie ihr Modell prognostiziert? Wenderoth: unser intensiver und langer Arbeitsprozess

  • Wenderoth soll nachweisen wie das Modell geprüft wurde, Belege vorlegen

  • Wenderoth: wir haben Eichungszeitraum 1996 bis 2006 danach Validierung ab 2007 und einen Langzeitpumpversuch von 5 Tagen

  • Wenderoth wir sind der festen Überzeugung dass das was wir zugrundegelegt haben ausreichend ist

  • Wäschenbach verweist auf Unterlagen man will nichts weiter dazu sagen

  • ENGE wenn wir die Genehmigung nicht BEKÄMEN müssten wir den Bauablauf umstellen aber wir können den Bahnhof trotzdem bauen

  • Bühler: „ich bemühe mich hier solange bis auch der letzte hier daniedergeht“ sie kann nicht mehr sitzen 🙂

  • Jetzt kommen die Eichenpfähle aus dem Publikum und nochmals das Schusterzitat …

  • Abstrakte Gefahr muss zugrundegelegt werden – nicht erst den Risikofall abwarten

  • Ach ja die Dame vom Eisenbahnbundesamt und ihr Adjutant haben sich wieder heimlich vom Acker gemacht

  • Antrag dasThema Wasser nochmals auf die Tagesordnung zu setzen – morgen Vormittag Thema Eigentum und Haftung danach weiter mit Wasser

  • Die machen hier alle schlapp – ich nicht …

  • Kirchberg war mit einem anderen draussen ….

  • 20:05 Bitte keine Wortmeldungen mehr – das war es für heute ! Das wars von mir für heute von der Erörterungsverhandlung Grundwasser

Und hier die tweets via @schklei

  • Jetzt bei der GWM- Erörterung
  • Beantragte Änderung 1: Weniger Absenkung in Feuerbach, Untertürkheim, mehr anderswo
  • Beantragte Änderung 2: Zusätzliche GWM-Anlage
  • „Planfestgestellte Bauwerke + Absenktiefen innerhalb Baugruben unverändert“
  • „Planänderungen ohne relevante Auswirkungen auf den Schutz der Heilquellen“
  • „Bäume im mittleren Schlossgarten werden keinen Schaden erleiden“ (Protest im Saal)
  • Zitiert habe ich aus dem Vortrag von Gerrit Enge (Bahnvertreter).
  • 10:12 Fragerunde beginnt.
  • 10:15 Herr Pfleiderer, Naturschutzverband: Frage zu GW-Entnahme im Bereich S-Bahn-Tunnel.
  • 10:15 Pfleiderer: S-Bahn-Ausschleifung unter Gleisvorfeld wg. Grundwasserprobleme noch nicht gebaut?
  • 10:19 Herr Penn antwortet – Verzögerung nicht verursacht durch Grundwasserprobleme.
  • 10:21 Fragesteller (Name nicht verstanden) bemängelt fehlende geologische Unterlagen.
  • 10:24 Frage: „Heilquellenschutzkonzept wurde nach 1990 geändert von Geologen, die heute im Dienst der Stadt stehen.“
  • 10:24 Frage: „Geändertes Heilquellenschutzkonzept ist Basis der Planfeststellung.“
  • 10:24 Frage: „Was ist, wenn das geänderte Schutzkonzept sich als falsch erweist? Auswirkung auf Planfeststellung?“
  • 10:24 Frage: „Verschmutzung GW durch Tri und Per“ (Details nicht verstanden, sorry)
  • 10:29 Frage: Bitte um Nachreichung von Unterlagen zu Abschnittsgrenzen (insbesondere Übergang PFA 1.1 zu 1.2)
  • 10:30 Versammlungsleiter bittet um Fokus auf Verständnisfragen.
  • Enge: „Wasserhaltung hat im GWM-Technikgebäude stattgefunden“
  • 10:32 Enge: „Das war dezentrales Wassermanagement, kein zentrales.“
  • 10:35 Frage Siegel (SG Filder): Wie verläßlich sind heutige Aussagen? Immerhin mußte ursprünglicher Plan stark geändert werden.
  • 10:37 Frage Siegel: Wieso war man sich bei der ursprünglichen Planfeststellung so vermeintlich sicher?
  • 10:37 Frage Schweizer: „Wer ist der Betreiber, wer genau überwacht ihn?“
  • 10:40 Frage Schweizer: „Unterschied zwischen Aufbereitung und Abreinigung von Wasser?“
  • 10:40 Frage Schweizer: „Inwiefern ist Wasserandrang durch Niederschlag berücksichtigt?“
  • 10:41 Frage Schweizer: „Düker ist in Broschüre nicht dargestellt, geht aber viel tiefer in Untergrund/näher am Wasser“
  • 10:43 Schweizer: Viele weitere Detailfragen, wow. Kollege ist super vorbereitet 😀
  • 10:45 Frage Herr Speck, Einwender: „Natürliche Schwankungsbreite mit 1.5 Meter angesetzt. Bitte um Erläuterung.“
  • 10:45 Enge: Schwankungen gibt es kurzfristig, jahreszeitlich, aber auch langfristige Trends (über Jahre).
  • 10:48 Enge: Schwankungen werden an Messstellen verfolgt, Daten liegen vor zurück zu 2009. Auch historische Daten vorhanden.
  • 10:50 Frage zu vergipsten Bereichen. Antwort Enge: Diese Bereiche sind nicht grundwasserführend.
  • 10:52 Folie Bauabschnitte: Frage zu den zwei Quellschüttungskurven
  • 10:58 Enge: „Im Grundwasserandrangsmodell ist der Wilhelmsbrunnen zu 50% berücksichtigt.
  • 10:58 Frage: Wer sind die „unabhängigen Gutachter“?
  • 10:59 Enge: ARGE WUG, Dr. Resthoff, Dr. xxx (Name nicht verstanden)
  • 10:59 Frage Frau Mast: Von wem wird Sachverständiger für Wasswirtschaft bezahlt?
  • 10:59 Antwort Enge: Sachverständiger wird von Vorhabenträger (also DB Projekt Stuttgart-Ulm) bezahlt.
  • 11:05 Bitte um Erläuterung des Grundwassermodells
  • 11:05 Herr Pfeiffer vom BUND befürwortet diese Erläuterung.
  • Versammlungsleiter unterbricht für 10 Minuten. Dann geht es weiter mit Einführung zu Grundwassermodell durch Dr. Wenderoth.
  • 11:46 Frage Laternser: Möchte im Protokoll haben, daß es sich bei Modell von Herrn Enge nur um eine Prognose handelt.
  • 11:48 Frage Laternser an Herrn Enge: Wurde ein Projekt von ähnlicher Komplexität schon einmal in irgendeiner Großstadt gemacht?
  • 11:49 Enge: Es gibt vergleichbare Projekte, wenn auch mit anderer Geologie.
  • 11:50 Enge nennt als Beispiel Berlin, hat dort persönlich auch Erfahrung.
  • VL zitiert Befangenheitsantrag gegen Gutachter.
  • VL: Befangenheitsantrag wird im Nachgang zu Erörterungstermin behandelt.
  • 11:58 Befangenheitsantrag wird von weiteren Fragestellern unterstützt.
  • 12:03 Laternser: War rein stationäres Grundwassermodell Stand der Technik und überhaupt geeignet?
  • 12:03 Enge: Stationäres Modell ist Stand der Technik, ausreichend für damalige Planungstiefe.
  • 12:12 Frage Parkwache: Warum kommt heute ein Antrag auf Erhöhung Grundwasserentnahme? Hat vormals jemand schlampig gearbeitet?
  • 12:15 Kirchberg korrigiert: Herr Enge hat mich gebeten, an seiner Stelle zu arbeiten.
  • 12:16 Kübarth: Bittet um Erläuterung, bei welchem Massstab stationäres/instationäres Modell vorgeschrieben ist.
  • 12:19 Westhoff erwähnt DIN4020 – dort werden geotechnische Untersuchungen geregelt,https://de.wikipedia.org/wiki/DIN_4020
  • 12:24 Westhoff: 1500 Aufschlüsse im Kessel während Erkundungsprogrammen 1992-2008, danach Brunnenbohrprogramm.
  • 12:25 Westhoff: Analytische Verfahren bei diesem Projekt nicht ausreichend, daher Grundwassermodell nötig.
  • 12:27 Westhoff: Zunächst stationäres Modell, in zwei Ausführungen – ein Planmodell und ein Prüfmodell (mit anderer Software).
  • 12:25 Westhoff: Ergebnisse dieses stationären Modells sind in Planfeststellungen eingeflossen.
  • 12:31 Westhoff: Modellaufbau war 2000 abgeschlossen.
  • 12:31 Späteres instationäres Modell beinhaltet Erkenntnisse aus fünftem Erkundungsprogramm.
  • 12:33 Dr Wenderoth trägt vor.
  • 12:33 Dr Wenderoth erklärt, was ein Grundwassermodell überhaupt ist. (Danke! 😉 )
  • 12:33 Wenderoth: GW-Modell = geolog. Untergrund; Einflußgrößen wie Flüssel, Kanäle, Brunnen…; Durchlässigkeiten + Porositäten
  • 12:36 Wenderoth: GW-Modell Bilanzgrößen sind Zustrom und Abfluss (über Modellrand) sowie Grundwasserneubildung.
  • 12:37 Wenderoth: Stationäres Modell: Bilanzgrößen werden konstant angenommen. Instationär: Größen ändern sich über Zeit.
  • 12:38 Wenderoth: Stationäres Modell: Bilanzgröße konstant. Zustrom und Abfluss sind gleich groß, Bilanz ist ausgeglichen.,
  • 12:38 Wenderoth: Instationäres Modell: Bilanzgrößen variieren, auch Zustrom/Abfluss, so daß Bilanz nicht immer ausgeglichen ist.
  • 12:42 Frage Heydemann: Keine Bohrungen zwischen Trassen?
  • 12:43 Antwort Westhoff: Folien zeigten nur Erkundungen und Bohrungen, Modell beinhaltet auch zusäzliche existierende Messstellen.
  • 12:43 Wenderoth erhält Applaus für seine Präsentation, die auch tatsächlich gut verständlich war. Man soll auch mal loben 😀
  • 12:45 Nachfrage zu Planmodell versus Prüfmodell: Was sind die Unterschiede?
  • 12:45 Wenderoth: Wir verwenden eine Finite-Elemente-Software („FE Fluid“, habe ich das richtig verstanden?)
  • 12:48 Hofmann RP Stuttgart zu Prüfmodell
  • 12:48 Hofmann: Landesregierung hat Landesgutachter bestellt, der Arbeitsgemeinschaft Wasserwirtschaft eingerichtet hat.
  • 12:50 Hofmann: Landesgutachter hielt auch Prüfmodell für nötig.
  • 12:50 Hofmann: Landesgutachter rechnet mit Finitem-Differenzen-Modell.
  • 12:51 Hofmann: Es gab einen Unterarbeitskreis Modellierung.
  • 12:51 Hofmann: „Ausschuss hat Daten der Bahn nicht einfach übernommen, sondern geprüft.“
  • 12:51 Hofmann: „Diskussionen in Arbeitskreisen waren zum Teil höchst kontrovers – es wurde nicht nur abgenickt.“
  • 12:52 Hofmann: EBA forderte in Auflagen zum Planfeststellungsbeschluss Weiterentwicklung zum instationären Modell.
  • 12:53 Hofmann erwähnt DVBG-Arbeitsblatt 107 von 2004.
  • 12:55 VL stellt Rückfragen an Herrn Hofmann.
  • 12:57 Antwort zu Verifizierungpotential des Prüfprogramms
  • 12:57 Antwort Herr Wolff (?): Wenn beide Modelle die gleiche Prognose liefern, kann man von Stichhaltigkeit ausgehen
  • 12:58 VL hakt nochmal nach – wenn beide Modelle mit den gleichen Daten gefüttert werden, worin besteht Verifizierungspotential?
  • 13:00 VL bekommt Applaus für seine Nachfrage.
  • Hintergrund zu Finiter Differenzenmethode:http://de.wikipedia.org/wiki/Finite-Differenzen-Methode
  • 13:05 VL unterbricht für Mittagspause
  • Es gibt noch keine Antwort auf die Frage des VL, was das Prüfprogramm bei gleicher Datenbasis zu überprüfen in der Lage ist.
  • Frage Frau Weiss zu Befangenheitsantrag
  • Frage ist, wer diesen Antrag entscheidet
  • 14:12 Antwort wird voraussichtlich in der nächsten Pause kommen.
  • 14:15 Herr Wenderoth stellt Ergebnisse des instationären Modells vor.
  • 14:15 Wenderoth: Ergebnis für Bauschritt 7 im Quartär: Weitreichender Absenkungstrichter, max. Absenkung 8m
  • 14:20 Wenderoth: Nördlich der Baugrube Absenkung <1m
  • 14:21 Wenderoth: Südlich der Baugrube (Staatsgalerie) höhere Absenkung (Folie leider schon durch, sorry)
  • 14:21 Wenderoth: Schüttung bei Berger Quellen um max 2l/s reduziert
  • 14:23 Wenderoth: Unbeeinflusster Schüttungswert bei Berger Quellen ist 53.1l/s
  • 14:23 Wenderoth: Maximaler prozentualer Schüttungsrückgang bei 3.8%
  • 14:26 Dr. Josef Lueger trägt vor – Sachverständiger für Geologie und Grundwasser, spricht im Auftrag des BUND
  • 14:30 Dr. Josef Lueger: „Die Prognosen können nur so gut sein wie das Modell.“
  • 14:30 Lueger: Es gibt zwei Modelle – eines der ARGE WUG, ein Prüfmodell der Ingenieurgesellschaft Kobus&Partner
  • Kobus und Partner: http://www.kobus-partner.com
  • Zitat Klingenberg (DB): „Wenn in Feuerbach 10l Wasser entnommen werden, können wir die Auswirkungen in Wendlingen vorhersagen.“
  • Zitiert nach Präsentation Dr Lueger. Sein Kommentar: „Allmachtsphantasie eines Kindes“
  • Lueger: „Modell entspricht nicht dem Stand der Technik“ (keine Sensitivitätsanalyse, fragliche validierung)
  • 14:36 Lueger: „Math.-geom. Fehler“, „falsche Grundannahmen“, „geol. Störungen nicht berücksichtigt“, „Dolinen nicht nachgebildet“
  • 14:39 Lueger moniert unrichtige Grundannahmen bei Speicherkoeffizienten, Durchlässigkeitsbeiwerte, Kolmation des Neckars
  • 14:40 Lueger: Durchflussmengen des Neckars im Modell nicht implementiert
  • 14:42 Lueger: „Hinweise auf Manipulation der Validierungsergebnisse“ (starker Tobak!)
  • 14:42 Lueger: „Bei Langzeitpumpversuch 2010 gravierende Unterschiede zwischen gemessenen +berechneten Werten
  • 14:53 Lueger vergleicht Messungen und Berechnungen für Langzeitpumpversuch Messstelle P177 und Berger Quellen
  • Lueger: Langzeitpumpversuch bei Berger Quellen vor Erreichen des Gleichgewichtszustandes abgebrochen
  • 14:54 Lueger: Ein solcher Versuch ist nicht auswertbar.
  • 14:55 Lueger: „Grundwassermodell (stationär+instat.) bildet weder Realität ab noch liefert es zuverl. Prognosen.
  • 14:55 Lueger: „Dieses Grundwassermodell kann nicht als Grundlage für Grundwasermanagement dienen.“
  • 14:56 Lueger: Nun Kommentare zum Prüfmodell („kup“, Kobus&Partner)
  • 14:57 Lueger: „Prüfmodell entspricht nicht Stand der Technik“, „weithin nicht nachvollziehbar“, „Dokufehler“…
  • 14:57 Lueger: … „unzureichende Datengrundlage“
  • 14:57 Lueger kommentiert auch die Frage, ob es zuässig ist, daß Modell und Prüfmodell gleiche Datenbasis verwenden.
  • 14:57 Lueger sinngemäß: „Das kann man machen, wenn die Modelle ansonsten unabhängig sind.“
  • 15:00 Nach Dr Luegers Eindruck ist Unabhängigkeit nicht gegeben. Modelle haben sich über ihre Entstehung gegenseitig beeinflusst.
  • 15:00 Lueger zu Prüfmodell: „Fehlende empirische Daten werden durch metaphysische Fiktionen ersetzt“ ( „Leakagekoeffizient“)
  • 15:02 Lueger zu Prüfmodell: Geol. Störungen nicht nachgebildet, unreal. Eingangsdaten, Überschreitungen Abweichungsgrenzwerte
  • Lueger zu Prüfmodell: „Zahlenmystik statt Fakten“
  • 15:04 Lueger zu Prüfmodell: Es fehlen Daten zu Grundwasserkommunikation Neckar/Feuerbach, Wasserabfluss Kanäle,…
  • 15:04 Lueger zu Prüfmodell:… Grundwasserzu/abfluss im Muschelkalkaquifer, vertikale Durchlässigkeiten, tektonischen Störungen
  • 15:04 Lueger zu Prüfmodell: Die fehlenden Daten wurden durch passenden „Leakagekoeffizienten“ modelliert.
  • 15:04 Lueger zu Prüfmodell: Aber selbst das hat nicht geholfen – immer noch Abweichungen von 29% bei Grundwasser (stationär),..
  • 15:04 Lueger zu Prüfmodell: … 90% Abweichung bei Grundwasser instationär
  • Lueger zu „Validierung“ beim Prüfmodell: Grenzwertüberschreitungen für Abweichungen bei 90% der Grundwassermessstellen
  • 15:09 Lueger: „Langzeitpumpversuch war in Wirklichkeit ein Kurzzeitpumpversuch“
  • 15:10 Lueger zum Vergleich der Modelle ARGE WUG und kup (in Sachen Quellschüttungsverlauf)…
  • 15:13 Lueger: Modelle unterscheiden sich bis zu 4.6l/s (bei Gesamtablauf Berg) bei Quellschüttung
  • 15:13 (Auf dem Slide habe ich sogar bei einer Messstelle eine Abweichung von 7.2l/s gesehen)
  • Lueger vergleicht weiter die Modelle. Effektive Grundwasserentnahme für alle Bauschritte zusammen…
  • … bei 153.6l/s bei ARGE WUG, 286.3l/s bei Prüfmodell kup. (Für PFA 1.1 allerdings nur kleiner Unterschied.)
  • Luegers Schlussfolgerung: „Modelle sind zu überarbeiten, auf dieser Basis ist Grundwassermanagement neu zu konzipieren.“
  • Lueger: „Die Aussagen zur Hangrutschung und Gebäudestabilität nicht zutreffend“ (weil sie auf falschem GW-Modell aufbauen)
  • Applaus fuer Dr Lueger, Rufe „Baustopp jetzt“
  • VL teilt Auffassung von Dr Lueger, dass das Grundwassermodell der „Nukleus“ des Vorhabens ist.
  • VL schlägt vor, nun Vorhabensträgerschaft zu hören, danach Sachdiskussion zu beginnen.
  • Ach ja, der gute Dr Lueger spricht seinen Namen „Lu-eger“ 😉 Nur mal so.
  • Wortmeldung Reichert: Moniert schwungvoll die mangelnde Erörterungsreife. Applaus im Saal.
  • 15:36 Weitere Wortmeldung aus Publikum – Stellungnahme der Verwaltung wird eingefordert
  • 15:36 Vorschlag: EBA und Umweltbehörden mögen nun Stellung zu Studie von Dr Lueger beziehen – vor der Bahn.
  • 15:38 (Vorschlag kam aus Publikum.) VL möchte aber eine andere Reihenfolge.
  • 15:39 VL möchte zuerst die von Dr. Lueger Kritisierten hören.
  • Money quote VL: „Ob da das EBA etwas beitragen kann, möchte ich bezweifeln.“ 😉
  • 15:42 Frank Schweizer fordert UVP, Zurückweisung des Änderungsantrages.
  • 15:50 Kirchberg: Wir wollen umfassend zu Dr Lueger Stellung nehmen. „Was Sie vorgetragen haben, war tatsächlich starker Tobak“
  • 15:50 Kirchberg: „Wir haben Anspruch auf faire Behandlung, sind von Vortrag ein Stück weit überrascht worden“
  • 15:50 Kirchberg: „Vortrag war nicht Teil der Einwendungen“, bittet daher darum, Folien noch einmal sehen zu dürfen.
  • 15:55 Morlock für BUND stellt richtig, dass zumindest Schlussfolgerungen aus Dr Luegers Vortrag Teil der Einwendung des BUND waren
  • 15:55 Dr Lueger bietet an, seine Folien gegen fehlende Unterlagen der Bahn zu tauschen 😀
  • Dr Lueger: „Ich gebe Ihnen alles, was ich habe, und ich erwarte dasselbe von der Bahn.“
  • 15:59 Antwort von Kirchberg, will Folien haben. VL stimmt ihm bei. Geplänkel folgt.
  • Clarissa Seitz bittet um kurze Unterbrechnung, VL stimmt zu.
  • 16:23 Erörterung geht weiter. Dr Deimel berichtet von Informationspolitik der Bahn.
  • Herr Pfeiffer (BUND) folgt. Er erwartet die Zusage der Bahn, dass ALLE Unterlagen zum GWM zugänglich gemacht werden.
  • Kirchberg (genervt): Will Folien von Dr Lueger sehen.
  • Kirchberg: „Herr Pfeiffer, Sie wissen genau, dass wir Unterlagen haben, die Betriebsgeheimnisse sind.“
  • Unmut im Publikum.
  • Kirchberg fühlt sich vom BUND genötigt.
  • 16:30 Akku ist gleich leer, muß Pause einlegen. Weiter Diskussion um fehlende Unterlagen.
  • 16:36 Viel aufgestauter Unmut über die Informationspolitik der Bahn.
  • 16:44 Jetzt gleich Erwiderung der Bahn.
  • Bahn bestreitet, Stand der Technik nicht einzuhalten. Sensitivitätsanalyse wird i.a. nur durchgeführt, wo Datenlage dünn ist
  • Rückfrage der Bahn bei Dr Lueger. Es geht um die Anzahl der Knoten, Kanten und Dreiecke in Tetraedern.
  • s21 Fachstreit zwischen Dr Lueger und Herr Wenderoth.
  • Jetzt wird der Ton giftig.
  • Es geht um den Punkt „grundlegende mathematische Fehler“. Dr Lueger korrigiert, dass es zunächst um 1 konkreten Fehler geht.
  • Büttner (lokale Agenda) fordert Freigabe der Modelldaten, so dass unabhängig nachgerechnet werden kann
  • Rückfrage von Dr Deimel zu Sensitivitätsanalyse an Herrn Wenderoth.
  • Herr Wenderoth verweist auf Ergebnisse des Langzeitpumpversuchs. Kann der Diskussion gerade nicht mehr so recht folgen.
  • Dr Lueger verweist auf weitere Methoden, um zu empirischen Daten über Durchlässigkeit zu kommen.
  • Dr Lueger reagiert damit auf die Bemerkung von Herrn Wenderoth, dass es empirische Methoden nicht gebe (ausser Pumpversuchen).
  • Jetzt wird es geometrisch. Herr Enge zeigt Zeichnung zur Tetraederfrage.
  • Zum Punkt „Durchflussmengen Neckar nicht im Modell“ nimmt Bahn jetzt Stellung.
  • Neckardurchfluss nicht im Bahnmodell,weil Neckar aufgestaut ist und bis auf Hochwasser immer gleiche Höhe hat.
  • Wenderoth zu Überschreitung Abweichungsgrenzwerte: Abweichungen meistens in Bereichen, die nicht prognoserelevant sind.
  • Wenderoth zu Grenzwertüberschreitungen: Sind für Aussage des Modells nicht von signifikanter Bedeutung.
  • Dr Lueger widerspricht in Sachen Grenzwertüberschreitung.
  • Westhoff: „Alles über 24h wird i.a. Langzeitversuch genannt.“
  • Westhoff erklärt Verfahren beim Pumpversuch: „Stresssituation wird eingeführt, um Reaktion in verschiedenen Schichten zu messen.“
  • Dauer des Pumpversuchs mit Umweltbehörde abgesprochen.
  • Westhoff: „Langzeitpumpversuch hat gigantisch gute Ergebnisse geliefert“
  • Wolff: Pumpversuch wurde von Stadt genehmigt, nicht von EBA. Er hat Ziele voll erreicht. Beharrungszustände waren nicht erwartet.
  • Dr Deimel stellt Fragen an Herrn Wolff zu konkreten Messwerten bei Berger Quellen.
  • Wolff: „Verlauf der Kurve irritiert uns nicht besonders.“
  • Bei mir ist gerade die Luft raus.Tweetpause.Gerade spricht Herr Morlock zu den Messwerten für die Berger Quellen.
  • Es wird nochmal spannend. Prognose sagt bei Langzeitversuch für Berger Quellen stationären Zustand gegen Versuchsende voraus.
  • Die Messwerte widersprechen aber dieser Prognose deutlich. Kein stationärer Zustand wurde erreicht beim Pumpen.
  • Von mir heute keine Tweets mehr. Danke an alle, die da waren und noch sind.

Wir verweisen an dieser Stelle noch auf einen ebenfalls auf tiefen Glauben beruhenden älteren Artikel über Herrn Wittke, der zwar eingesteht, dass es geologische Risiken gibt, aber « nicht bei diesem Projekt »

http://cams21.de/beim-bau-von-stuttgart21-droht-keine-einsturzgefahr-3/