Unsere Stadt stirbt! – Demo für den Erhalt kultureller Vielfalt in Stuttgart

roehre

Die „Subkultur“ in Stuttgart wehrt sich und Demonstriert

Bei gefühlten minus 15 Grad fand am Dienstag den 03.12.2013 die Demonstration „Unsere Stadt stirbt! – Demo für den Erhalt kultureller Vielfalt in Stuttgart“ am Kronprinzplatz statt (der war mir auch nicht wirklich bekannt, aber so heisst der Teil der Fussgängerzone an der Kronprinzenstr. 18 Ecke Büchsenstr. tatsächlich). Ich habe von dieser Aktion durch, wie passt es besser, natürlich durch die „sozialen Netzwerke“ in diesem Fall durch Twitter und Facebook erfahren. Da dieses Thema durchaus Beachtung in Stuttgart findet, war es ziemlich klar, dass ich vor Ort die Veranstaltung miterleben und von dort berichten wollte, besonders bei dem „Line-Up“. Die Veranstaltung wurde initiert von den „Hasen“ richtiger FOLLOW THE WHITE RABBIT e.V.  und mit Es ist Liebe, wobei es ausdrücklich betont wurde es geht nicht um die „Hasen“ sondern um UNS ALLE, denn das werdet ihr in den Beiträgen deutlich erkennen es ist eine Infoveranstaltung für uns alle, auch die Wochenendpendler aus ganz Baden-Württemberg und Stuttgart und keine Demo gegen etwas (dafür ist es bei dem Kurs in der Stadt Stuttgart wahrscheinlich auch ein bisschen spät). Die Veranstalter verkündeten es so:
„Seit längerem beobachten wir ein regelrechtes Clubsterben und den Verlust von Kreativräumen in Stuttgart. Nun sind auch das Rocker 33 und das Filmbüro Baden-Württemberg in der Friedrichstraße bedroht, Ende Januar werden auch hier die Lichter ausgehen. Eine langfristige Nutzung und Planungssicherheit für Kulturschaffende gibt es immer seltener. Die Zwischennutzung von freien Räumen wird durch abstruse vertragliche Regelungen, überzogene Investitionen und Unwillen zur Kooperation erschwert. Für jede Stätte, die weichen muss, steht kein zeitnaher Ersatz zur Verfügung. Leerstehende Gebäude werden nicht zur Nutzung freigegeben. Der Wirtschaftsverband spricht vom Gegenteil und schiebt Anfragen auf die lange Bank. All das wollen wir nicht länger hinnehmen!“
Deshalb diese Veranstaltung, die meiner Meinung nach hervorragend geplant und umgesetzt wurde, aber seht selbst. Die Verzögerung wurde einem mit Bewegungsmotivierenden Sound verkürzt. Durch das wirklich vielfältige Programm führte kurzweilig und gekonnt Nita Sunshine Rabbit. Die in meinen Augen wirklich guten, knappen, aber dennoch deutlichen Redebeiträge, begannen dann ‚pünktlich‘ um 17.30 Uhr mit
Peter James (Leiter Popbüro, Teil der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart)


dann folgte auch gleich Frau Dr. Susanne Eisenmann (Bügermeisterin für Kultur, Bildung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart)


weiter ging es dann mit Christian Dosch (Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Kultur und Medien)
auf Wunsch des Redners entfernt (06.07.2016)
Denis Pavlovic (Freischaffender Filmemacher, u.a. des Dokumentarfilms „Wo tanzen wir morgen?“)
Thema: „Wenn es keine Räume gibt, dann müssen wir leider gehen!“


es folgte Britta Mösinger (Initiatorin/Admin Leerstandsmelder Stuttgart)
Thema: Kultur ist kein Lückenfüller.


mit einer schönen Abwechslung, nämlich sitzend ging es weiter
Michael Setzer (Buchautor [irgendwann mal] und Blogger bei kessel.tv)


und last but not least
Paul Woog (Geschäftsführer der SKS Michael Russ GmbH)


die Veranstaltung endete dann Planmässig, wobei die letzten 20 Minuten mit weiteren heissen Sounds
von den „Hasen“ eigenen DJ P-Hase für Zwangszuckungen in den Beinen sorgten.

dafür habe ich einen bekannten Eintrag bei Youtube bekommen: Dein Video enthält möglicherweise Musik, die einem Dritten gehört. Aber gut das wollen wir heute hier nicht ausdiskutieren 🙂

leerstandsmelder
Quellen: facebook und StZ
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05.12.2013/pet