Pressekonferenz: Zeitplan und Status der Bauarbeiten beim Bahnprojekt Stuttgart–Ulm 02.07.2014

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Pressekonferenz: Zeitplan und Status der Bauarbeiten beim Bahnprojekt Stuttgart–Ulm 02.07.2014
Pressekonferenz Kommunikationsbüro Bahnprojekt Stuttgart–Ulm | Alle Rechte bei bergler21

Am Mittwoch, dem 02.07.2014 fand vom Kommunikatiosnbüro Bahnprojekt Stuttgart-Ulm eine Pressekonferenz über den Zeitplan und Status der Bauarbeiten beim Bahnprojekt Stuttgart-Ulm statt. An der Pressekonferenz waren u.a. beteiligt:

  • Projektsprecher Wolfgang Dietrich
  • Stefan Penn, Gesamtprojektleiter des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm 
  • Christian Wörner, Termin- und Schnittstellenmanagement des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm 

Themen dieser Pressekonferenz waren:

  • Einführungsstatement
  • Terminplanung
  • Baulogistik
  • Fragen und Antworten

Die Präsentation zu den Bauzeitenplänen können unter folgendem Link im Internet angesehen und heruntergeladen werden.

Bauleistungen Zeitplan

Die Presseinformation des Kommunikationsbüro Bahnprojekt Stuttgart-Ulm gib es hier.

Presseinformation Bahnprojekt Stuttgart-Ulm

 

Aufzeichnung der Pressekonferenz mit freundlicher Unterstützung von bergler21.

ES GILT DAS GESPROCHENE WORT!

01/11_Einführungsstatement (Teil 1): Projektsprecher Wolfgang Dietrich

02/11_Einführungsstatement (Teil 2): Projektsprecher Wolfgang Dietrich

03/11_Einführungsstatement: Stefan Penn, Gesamtprojektleiter des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm

04/11_zur Terminplanung (Teil 1): Christian Wörner, Termin- und Schnittstellenmanagement des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm

05/11_zur Terminplanung (Teil 2): Christian Wörner, Termin- und Schnittstellenmanagement des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm

06/11_zur Baulogistik (Teil 1): Stefan Penn, Gesamtprojektleiter des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm 

07/11_zur Baulogistik (Teil 2): Stefan Penn, Gesamtprojektleiter des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm

08/11_zur Baulogistik (Teil 3): Stefan Penn, Gesamtprojektleiter des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm

09/11_zur Baulogistik (Teil 4): Stefan Penn, Gesamtprojektleiter des Bahnprojekts Stuttgart–Ulm, Fragen und Antworten

10/11_Fragen und Antworten

11/11_ Fragen und Antworten

Projektsprecher Wolfgang Dietrich: „Die letzten Monate haben gezeigt, dass wir auf der Neubaustrecke in guten Schritten vorankommen. Bei Stuttgart 21 laufen die Baumaßnahmen auch gut, hier stehen wir aber auch vor einigen Herausforderungen. Beim Planfeststellungsabschnitt 1.3 (Flughafenanbindung) sind wir auf einem ambitionierten Weg und auch beim Artenschutz sind noch einige Themen offen.“
Seit Anfang Juni ist der Schienentransport des zentralen Baulogistikkonzepts von Stuttgart 21 angelaufen. Von der Baulogistikzentrale am Nordbahnhof werden dazu gelbe Container, sogenannte Schüttgut-Wechselbehälter, mit Erde und Gestein beladen und per Güterzug über die eigens eingerichteten Gleisanlagen abgefahren. Die Container können im kombinierten Verkehr auf der Schiene und auf der Straße eingesetzt werden. Je Güterzug können bis zu 1000 Tonnen Abraum geladen werden – das entspricht rund 40 LKW. Bisher ist täglich je ein Zug vom Nordbahnhof aus abgefahren, seit 01. Juli sind es zwei Züge täglich; in der Hochphase sind werktags ca. ein Dutzend Züge geplant. Die fünf größten Entsorgungsanlagen befinden sich in Baden-Württemberg sowie in Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Projektsprecher Dietrich: „Die Arbeiten in Stuttgart werden jetzt auch zunehmend sicht- und spürbar. Umso wichtiger ist es deshalb, dass wir parallel auch die Baulogistik sukzessive in Betrieb nehmen. Damit werden die Belastungen für die Bürger so gering wie möglich gehalten. Diese Maßnahmen zeigen bereits jetzt Wirkung. Das maßgeschneiderte und eigens entwickelte Logistikkonzept geht über eine eigene Infrastruktur zum Abtransport des Abraums hinaus. Es sieht auch zahlreiche Maßnahmen zur Minderung der Schall- und Staubimmissionen vor.“

Zur Reduktion der Belastungen werden neben Lärmschutzwänden die Baustellenfahrzeuge mit modernster Motorentechnologie bei Abgastechnik und Schalldämpfung ausgestattet. Auch wird der Staub- und Schmutzeintrag auf die Straßen und in die Umgebung durch entsprechende Maßnahmen wie den Einsatz von Reifenwaschanlagen, Reiningungsfahrzeugen oder Befeuchtungseinrichtungen minimiert.

Neben der zentralen Baulogistik laufen auch die beiden dezentralen Entsorgungskonzepte für die Neckarvororte und den Filderbereich. Bei Stuttgart 21 fallen insgesamt rund 21 Mio. Tonnen Abraum an (acht Mio. Tonnen in der zentralen und 13 Mio. Tonnen in der dezentralen Baulogistik), bei der Neubaustrecke sind es ca. 19 Mio. Tonnen.

Mit dem Start der Tunnelbohrmaschine im Fildertunnel nehmen dann auch die Vortriebsarbeiten im längsten Tunnel des Projekts weiter Fahrt auf. Nachdem die Betonfabrik nicht direkt am Tunnelportal gebaut werden kann, werden die Tübbinge jetzt aus Neumarkt (Oberpfalz) mit dem Zug nach Deizisau geliefert und von dort mit dem LKW über die B10/BAB-Anschlussstelle Wendlingen auf die Fildern gefahren. Die Option, eine eigene Autobahnauf- bzw. abfahrt einzurichten, befindet sich derzeit noch in Abstimmung.

Insgesamt sind bei Stuttgart 21 damit drei Tunnel (Tunnel von/nach Ober- und Untertürkheim, Fildertunnel – inklusive Rettungszufahrt, Tunnel von/nach Bad-Cannstatt), auf der Neubaustrecke vier Tunnel im Bau (Boßlertunnel, Steinbühltunnel, Tunnel Widderstall, Albabstiegstunnel). Der Bau des Tunnels Denkendorf mit 768 Metern im Filderbereich (PFA 1.4) wurde an die ARGE Bunte–Heitkamp vergeben.

Der Zeitplan für die Flughafenanbindung ist weiter ambitioniert. Der Beginn der Erörterung ist für den 22. September 2014 angesetzt.

 

kla/3.7.14