Pressemitteilung: Menschenleben haben oberste Priorität

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SÖS und Linke

Pressemitteilung der Fraktionsgemeinschaft SÖS und LINKE

Der Stuttgarter Fernsehturm muss ab sofort auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben. Diese Entscheidung von OB Fritz Kuhn fiel nach einer Neubewertung der Risiken beim aktuell vorhandenen Brandschutz des Fernsehturms durch die zuständige Behörde. Die Fraktionsgemeinschaft SÖS und LINKE unterstützt diese Entscheidung und begrüßt ausdrücklich, dass der Oberbürgermeister dem Schutz von Menschenleben im Brandfall höchste Priorität gibt.

Diese Entscheidung, den Schutz von Menschenleben über andere Belange zu stellen, hat besondere Bedeutung über den konkreten Fall hinaus:

„Auch die Brandschutzkonzeption der Bahn AG für den geplanten S21-Tiefbahnhof und die Tunnelstrecken werden von der Stuttgarter Feuerwehr als inakzeptabel bewertet. Entrauchung und Entfluchtung sind entgegen den Behauptungen der Projektbefürworter nicht gewährleistet. Die vorliegenden Personenstromanalysen weisen aus, dass der Tiefbahnhof im Brandfall zur Todesfalle werden würde

erklärt Thomas Adler, Fraktionsvorsitzender SÖS und LINKE. Besonders empörend sei in diesem Zusammenhang die Äußerung des Tunnelbohrmaschinenunternehmers Herrenknecht, der die Sicherheitsrisiken des Tunnelbahnhofs im Zeitungsinterview heruntergespielt und der Stuttgarter Brandschutzdirektion Profilierungssucht vorgeworfen hatte.

Ein Tiefbahnhof und kilometerlange Bahn-Tunnel ohne angemessenen Brandschutz und rauchfreie Rettungswege sind genauso inakzeptabel wie der Betrieb eines Fernsehturms ohne die notwendigen Brandschutzeinrichtungen auf dem aktuell erforderlichen Stand, so das Fazit der Fraktionsgemeinschaft.

Fraktionsgemeinschaft SÖS und LINKE
Tom Adler, Stadtrat (DIE LINKE) und Fraktionsvorsitzender

Infoseite Fernsehturm

1 KOMMENTAR

  1. Vergleicht man die Antwort der Bundesregierung auf kl.Anfrage/Ebner welche Regeln gelten für die zu Evakuierenden Zahl Antwort14 EBA-Brandschutzrichtlinie 8 Züge propevoll 1757 Passagiere/Zug plus 30% Zuschlag für Umsteiger Wartende ergibt 18272, mit dem PfB1.1 Seite357 mit 16124 zeigt sich, daß die DB nur 15% Zuschlag für Umsteiger/Wartende nimmt. Dabei wurden nicht mal betriebsnotwendige Doppelbelegungen berücksichtigt.
    Als Ausgleich für die Halbierung also Nichtberücksichtigung von 2148 Reisenden wurde die Evakuierungszeit laut Gruner nicht nur einmal sondern doppelt um die Tunnelfahrzeit erweitert. Gruner war der Meinung diese Tunnelfahrzeit sei noch nicht in der DB-Evakuierungszeit enthalten und zählte sie nochmals dazu.
    Die Aufzüge sollen im Brandfall fahren. „Feuerwehraufzüge“ haben anscheinend einen Vorraum. Diese würden auch Platz der Bahnsteige beanspruchen. Diese „Doppeltüre“ ist zur Rauchschleuse. Wie sollen diese Aufzüge rauchfrei gehalten werden. Bei dem Gedränge .
    Diese HighNoon.Situation welche die DB kreiert hat – 77Mio bis zum Ausstieg – soll beim Brandschutz , beim Grundwasser und beim Flughafen einen Druck auf die armen Würstchen der Behörden erzeugen. Jeder kritische Blick ist wahrscheinlich das Ende von S21 Die Luftblasen der DB oder von DBgutachten sind bekannt. 13 Jahre Murksplanung und dann werden den Kritikern wieder minimalste Bearbeitungszeiten zur Aufdeckung der Fakes in den DB-Lösungen/Gutachten gegeben werden. Gelingt dies trotz dieses Szenarios wird das EBA einmal kurz den Kopf zur Seit drehen und trotzdem unterschreiben. Bleibt es bei Einsprüchen der Feuerwehr oder des Landesamtes für Geologie… wird die EBA den Kretschmann machen. Alles wurde angehört, das muß reichen für eine Genehmigung. Lösungen brauchen wir keine.

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