Stuttgart 21 erneut in der Krise

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IMG_8223PM Aktionsbündnis gegen S21
Drei Jahre nachdem Stuttgart 21 schon einmal vor dem Abbruch stand und nur mit massiven politischen Manipulationen und Wortbrüchen noch einmal über die Hürden gehievt wurde, gerät das Projekt und mit ihm das verantwortliche Führungspersonal der DB AG in eine existenzielle Krise.

Der Versuch des Vorstands im Vorfeld der Aufsichtsratssitzungen am 8. und 15. Juni wieder nur scheibchenweise mit der Wahrheit zu Kostenentwicklung und Zeitplänen herauszurücken, ist gescheitert. Die Öffentlichkeit und inzwischen zunehmend auch die Verantwortlichen in Aufsichtsrat und Politik sind der Politik des Täuschens und Tricksens der DB offensichtlich überdrüssig. „Das Mindeste, so Bündnissprecher von Loeper, sei jetzt die ganze Wahrheit öffentlich und die bisher nur bruckstückweise bekannt gewordenen Kostenrechnung der DB umgehend zugänglich zu machen.“ Das Aktionbündnis hatte bekanntlich Anfang des Jahres eine bisher inhaltlich nicht widerlegte Kostenrechnung den Büros Vieregg & Rössler vorgelegt, das das Projekt auf konservativ geschätze 9.8. Mrd € taxiert hatte.

Das Aktionsbündnis, dass sich in einer Arbeitsgruppe aus Architekten, Bahnexperten, Denkmalschützern und Ingenieuren seit Monaten mit der Frage befasst, wie auch bei gegebener Bauentwicklung ein Ausstieg mögliche wäre, wird sich morgen in einem Schreiben an den Aufsichtsrat der DB wenden und Gespräche anbieten.

Seit einem 3/4 Jahr beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe des Aktionsbündnisses bestehend aus Architekten, Bahnexperten, Denkmalschützern und Ingenieuren mit der Frage, ob und ggf. wie
ein Ausstieg aus dem Projekt auch bei dem bereits gegebenen Baufortschritt möglich wäre. „Uns ist wichtig, den Entscheidern zu vermitteln, dass der Weiterbau nicht alternativlos und zwangsläufig ist“ so von Loeper.

Die Botschaft: Der Ausstieg aus dem Projekt könnte ein Umstieg sein. Viele der realisierten Eingriffe sind gut umnutzbar.

Vor diesem Hintergrund lädt das Aktionsbündnis nun in KW24 zu einer Pressekonferenz!
cams21 wird versuchen live zu berichten. Aufgrund der Uhrzeit und unserer schwachen Personaldecke können wir dies leider diesmal noch nicht fest zusagen.

06.06.2016 – LoB

2 KOMMENTARE

  1. Nutzungsvorschläge :
    1. Baugrube im Schloßgarten : MAUSOLEUM für die Väter von S-21 („Mappuleum“) wg. VORDRINGLICHEN Bedarfs an einem öffentlichen Repäsentationsbau mit integrierter Grablege. Grabkapelle Württemberg und Stiftskirche sind voll ! Zahlreiche politisch Untote sind schon in der Warteschleife.Fluchtwege entfallen.
    2. Fildertunnel wird bis Landtag verlängert als Fluchtweg für selbigen, sobald schwäbische Nationalhymne „dass sein Haupt kann ruhig legen jedem Untertan in Schoß“ definitiv außer Kraft gesetzt ist. Fahrstuhl im Fernsehturm wird bis zur Tunnelsohle verlängert ( Kellergaststätte )
    3. zeitweilig nutzbare Tunnelabschnitte werden als Partimeile („Röhre 2 ff.“), Straßenbahndepot oder Champignon-Zuchtanlage untervermietet. Erfahrungen aus der Maginot-Linie werden umgesetzt.
    4. S-21-Ausstellung wird vom Bahnhofsturm in das „Technikgebäude“ ( Keller ) verlegt mit integrierter Gedenkstätte als Kranzabwurfstelle.
    5. K-21 wird mit Busbahnhof im Keller und Solardach wieder hergestellt. Das Gleisfeld kann (partiell ) für Großveranstaltungen abgedeckt werden.

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