Impressionen vom Mineralbad Berg

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©2017 - PeterP
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©2017 – PeterP

Ende September 2016 startete der Umbau des Mineralbad Berg (unter Eingeweihten liebevoll „Neunerle“ genannt). Am Wochenende haben wir uns dort einmal kurz umgeschaut. Eigentlich ziemlich erschreckend wie man durch das übrig gebliebene Gerippe des einst stilvollen Bades blicken kann. Ich würde es direkt „entkernt“ nennen wenn nicht bei einer üblichen „Entkernung“ der Hauptaugenmerk auf den Erhalt der Fassade gelegt würde. Schaut man aber jetzt durch das Gebäude scheint da nicht mehr viel von der Fassade übrig zu bleiben. Ob Friedrich Neuner sein am 29. Juni 1856 eröffnetes Bad überhaupt wieder erkennen würde ist angesichts der Massiven Eingriffe schon fraglich. Da wird zwar geschrieben „Der für das Berg typische Charakter der 50er Jahre soll auch in Zukunft erhalten bleiben. Prägend sind hier vor allem die Parklandschaft der Liegewiese samt dem großen Außenbecken mit See-Charakter sowie das in L-Form angelegte Gebäude mit Kaltbadehalle und Bewegungsbad.“ Auffällig natürlich sofort der Schwerpunkt auf Parklandschaft, Außenbecken und L-Form – gut das wird wohl ähnlich bleiben aber ob das den Charakter des Bades ausmachte!? Da wird wohl die Visualisierung (link) mehr dem möglichen Zustand entsprechen…

Zwei Jahre Bauzeit und 30 Millionen Euro zum Substanzerhalt hin oder her – The Answer my friend is blowing through the Gerippe…

©2017 - PeterP
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©2017 - Alexander Schäfer
©2017 – Alexander Schäfer
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©2017 – Alexander Schäfer
©2017 - Alexander Schäfer
©2017 – Alexander Schäfer

13.03.2017 / LoB + PeterPstuttgart

1 KOMMENTAR

  1. Wenn man ein Gebäude aus den 50er oder 60er Jahren grundsanieren muss, wird man zwangsläufig die Fasse oder zumindest Teile einer Fassade entfernen müssen. Bei der hier im Artikel dargestellten Bauphase kann man schwerlich bereits ein Urteil bilden. Wie man schon in der Visualisierung erkennen kann, wird der Charme der fünfziger sehr wohl wieder hergestellt. Der Artikel klingt ein wenig so, als ob man das Kuchenrätsel erwartet. „Iss den Kuchen, ohne den Tortenrand zu berühren“. In erster Linie handelt es sich um einen Zweckbau und wenn man ein solches Gebäude den aktuellen technischen und sachlichen Anforderungen gemäß saniert, muss man gewisse Eingriffe in Kauf nehmen. Die Stadt Wolfsburg ist hier ein repräsentatives Beispiel: größtenteils in den fünfziger und sechziger Jahren entstanden, will die Stadt sich zwar auf den Bestand berufen, darf dabei aber nicht die bautechnische Entwicklung außer Acht lassen.

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